Porträt von Marieke Reimann

Marieke Reimann – Ost und West

"Wir haben kein rein ostdeutsches Problem, sondern ein gesamtdeutsches, das wir uns angucken müssen", sagt die Autorin und Journalistin Marieke Reimann. Sie kritisiert den Blick des Westens auf den Osten und fordert mehr Fairness, Interesse und Augenhöhe.

"Ich denke, es geht vielen im Osten auch um einen Stinkefinger gegen das vermeintliche westdeutsche Polit-Establishment", sagt Marieke Reimann mit Blick auf die Wahl- und Umfrageerfolge der AfD in den neuen Bundesländern. Es gebe zudem auch fast 40 Jahre nach der Wende eine eklatante Schieflage bei Einkommen, Vermögen und gesellschaftlich-politischer Repräsentanz. Das alles begünstige die AfD im Osten, aber der Erfolg der Partei sei längst auch ein gesamtdeutsches Phänomen und gefährde insgesamt die Demokratie.

Marieke Reimann, geboren 1987, ist in Rostock aufgewachsen; sie hat in führender Position unter anderem bei der Zeit und beim SWR gearbeitet. Ihr geht es vor allem um mehr Augenhöhe zwischen Ost und West.

Redaktion: Monika Kophal

Buchtipp

Marieke Reimann (2026): Zweite Wende. Warum Ostdeutschland uns alle angeht. Hamburg: Rowohlt Hardcover. 240 Seiten. ISBN 978-3-498-00977-9.

Sendung: WDR 5, Neugier genügt, 07.09.2026, 10:04 Uhr

Marieke Reimann – Ost und West

WDR 5 Neugier genügt - Redezeit 07.09.2026 23 Min. 52 Sek. Verfügbar bis 07.09.2027 WDR 5


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