In diesem Zeitzeichen erzählt Martina Meißner:
- warum Henrietta Lacks als Afroamerikanerin kaum Möglichkeiten einer medizinischen Behandlung hat,
- weshalb ihre Zellen als erste menschliche Zellen dauerhaft wachsen,
- wie die sogenannten HeLa-Zellen auf der ganzen Welt verteilt werden,
- welche medizinischen Durchbrüche die HeLa-Zellen ermöglichen,
- warum Henrietta Lacks' Familie jahrzehntelang nichts von den entnommenen Zellen erfährt.
1951 wird bei Henrietta Lacks ein aggressiver Krebs am Gebärmutterhals festgestellt. Während ihrer Behandlung im Johns-Hopkins-Hospital entnehmen Ärzte eine Gewebeprobe, ohne die Afroamerikanerin darüber zu informieren. Die daraus gezüchteten Zellen entwickeln Eigenschaften, die die Forschung bis dahin nicht kennt: Sie sterben nicht ab und vermehren sich rasant.
Unter dem Namen "HeLa" werden die Zellen zu einem der wichtigsten Werkzeuge der modernen Medizin. Sie kommen bei der Entwicklung von Impfstoffen und Medikamenten zum Einsatz. Und sie legen die Basis der modernen Genforschung. Gleichzeitig macht ihre Geschichte deutlich, wie eng wissenschaftlicher Fortschritt, soziale Ungleichheit und medizinische Ethik miteinander verbunden sind.
Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner:
- Rebecca Skloot (Wissenschaftsjournalistin und Autorin)
- Rebecca Skloot: Die Unsterblichkeit der Henrietta Lacks. München 2010
Weiterführende Links:
- Stichtag 27.12.2002: Angebliche Geburt des ersten Klon-Babys wird bekannt
- Stichtag 12.04.1988: Erstes Patent auf gentechnisch verändertes Tier
- Stichtag 22.11.1969: Erstes Gen in Harvard isoliert
- Stichtag 31.10.1964: Krebsforschungszentrum in Heidelberg wird eingeweiht
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Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen:
Autorin: Martina Meißner
Redaktion: Ronald Feisel und Matti Hesse