Im ersten Bundesligaspiel seit zehn Jahren verlor Hagen aufgrund eines desaströsen ersten Viertels und trotz einer starken Aufholjagd mit 92:102 (33:61). Eine späte Aufholjagd wurde am Ende nicht belohnt.
In der BBL trafen beide Teams erstmals aufeinander. Vergangene Saison war man sich aber im BBL-Pokal begegnet, mit einem deutlichen 101:82-Erfolg für Rostock in Hagen.
Hagen erlebt Desaster im ersten Viertel
Die Seawolves erwischten einen Start nach Maß und versenkten vier der ersten fünf Dreierversuche zu einer schnellen 12:0-Führung, während bei Hagen erstmal gar nichts fallen wollte. Headcoach Chris Harris reagierte und nahm nach nicht einmal drei Minuten die Auszeit der Partie, um den Lauf der Rostocker zu unterbrechen. Der erhoffte Effekt blieb aus und Rostock traf weiter nach Belieben. TJ Crockett traf den nächsten Dreier, wurde dabei gefoult und erhöhte auf 18:0. Erst beim Stand von 20:0 für die Seawolves gelang Trenton Gibson von der Freiwurflinie der erste Hagener Punkt der Partie.
Damit war zwar der Bann für die Gäste gebrochen, aber den Ton in diesem Spiel gaben weiter die Rostocker an, auch weil Hagen immer wieder leichtfertig den Ball verlor und zu Fastbreaks einlud. Drei Minuten vor dem Ende des ersten Viertels stand es deshalb bereits 27:3, auch weil Rostock weiter über 60 Prozent der Würfe traf und Hagen unter 30 Prozent blieb. Das aus Hagener Sicht desaströse erste Viertel endete mit einem deutlichen 39:11 für Rostock.
Nach dem Schock steigert sich Hagen
Rostock blieb auch zu Beginn des zweiten Viertels heiß und erhöhte durch zwei weitere Dreier auf 48:13 - die höchste Führung der Partie. Aber auch Hagen fand so langsam ins Spiel und traf besser. Cameron Krutwig versenkte den ersten Dreier der Gäste in diesem Spiel zum 48:18. Kurz darauf trafen auch Adam Kunkel und Marcus Graves erstmals aus der Distanz. Dank dieser Leistungssteigerung konnte Hagen das zweite Viertel ausgeglichen gestalten (22:22) und mit einem besseren Gefühl in die Pause gehen.
Dieses Momentum nahm Hagen mit in die zweite Hälfte und begann das dritte Viertel mit einem 8:0-Lauf zum 61:41. Rostock ließ sich davon nicht beeindrucken, drehte selbst wieder kurz auf und erhöhte durch einen Dreier von DeAndre Lansdowne wieder auf 69:43. Aber Hagen fand die passende Antwort, legte den nächsten Lauf hin und verkürzte nach einem Korbleger von Patricio Garino Gullotta erstmals seit den Anfangsminuten auf unter 20 Punkte (76:55). Am Ende ging das dritte Viertel tatsächlich klar mit 26:17 an Hagen.
Irre Hagener Aufholjagd wird nicht belohnt
Hagen blieb auch im Schlussviertel am Drücker. Nach knapp zwei Minuten hatte Phoenix den Rückstand auf 14 Punkte verkürzt (80:66). Bei den Seawolves fiel in dieser Phase nicht mehr annähernd so viel wie noch zu Spielbeginn. Auf der anderen Seite drehte vor allem Adam Kunkel auf. Mit einem Dreier verkürzte er fünfeinhalb Minuten vor dem Ende auf 88:75, woraufhin Rostock eine Auszeit nahm.
Und Hagen blieb dran: Nach einem Dreier von Bjarne Kraushaar war der Rückstand drei Minuten vor dem Ende nur noch einstellig (90:81). Die Sensation blieb allerdings aus, weil Rostock in der Schlussphase wieder besser traf.
Topscorer der Partie war Rostocks Artur Konontsuk mit 21 Punkten, bei Hagen kamen Trenton Gibson und Kunkel jeweils auf 18 Zähler.
Erstes Phoenix-Heimspiel am Freitag
Im zweiten Spiel der BBL-Saison empfangen die Hagener am Freitag (25.09.2026) Ulm. Spielbeginn ist um 18.30 Uhr in der Ischelandhalle.
Unsere Quellen:
- BBL-Spiel Rostock Seawolves gegen Phoenix Hagen am 19.09.2026 (Live-Übertragung bei Dyn)
Sendung: WDR.de, "Hagen kann gegen Rostock nicht gefährlich werden", 19.09.2026, 20:44 Uhr