Die Werkself ist durchwachsen in die Saison gestartet - um so wichtiger war für Carles Martinez und sein Team ein guter Auftakt in die Europa League. Allerdings war der Gegner aus Slowenien eine echte Wundertüte, denn erst zu Wochenbeginn hatte NK Celje seinen Trainer gewechselt. Neu-Coach Zoran Zeljkovic hatte seine Jungs gut auf Leverkusen eingestellt - am Ende aber setzte sich der Bundesligist verdient mit 2:0 (1:0) durch.
Bayer fand gut ins Spiel und hatte auch die erste Chance: Moussa Diaby versuchte es schon nach rund 30 Sekunden mit einer Volleyabnahme, sein Schuss wurde aber geblockt. Danach überließ die Werkself kurz den Gästen das Geschehen, die sich auch gleich eine Ecke erarbeiteten. In Gefahr geriet das von Mark Flekken gehütete Tor aber nicht.
Celje-Keeper nur vom eigenen Mann zu bezwingen
Gute zehn Minuten lang war es eine ausgeglichene Partie, dann erhöhte Bayer den Druck. Martin Terrier zog aus rund 20 Metern einfach mal ab, Zan-Luk Leban lenkte den Ball mit den Fingerspitzen gerade noch an den rechten Pfosten. Drei Minuten später war es wieder Leban, der seiner Mannschaft die Null rettete. Diesmal war er bei einem Kopfball von Aleix García mit den Fäusten zur Stelle.
Beim folgenden Eckball war Leban dann aber geschlagen - und das auch noch vom eigenen Mann. Beim Versuch von Svit Seslar den Schuss von García wegzuschlagen rutschte ihm der Ball über den Schlappen und wurde zu einer unhaltbaren Bogenlampe für seinen Schlussmann.
Mit der Führung im Rücken drängte Bayer weiter nach vorne. Nach 20 Minuten war es erneut der starke Garcia, der Leban prüfte. Diesmal blieb der Keeper Sieger.
Gäste nur punktuell gefährlich
Der Bundesligist war bis zu diesem Zeitpunkt klar tonangebend, aufgegeben hatten sich die Gäste aus Slowenien aber noch lange nicht. Das wurde nach einer guten halben Stunde deutlich, als Benjamin Verbic zwei Leverkusener stehen ließ und in den Strafraum eindrang. Sein Abschluss aus leicht spitzem Winkel konnte Flekken parieren und auch beim Nachsetzen per Kopf blieb der Bayer-Keeper cool. Da war mehr drin für Celje.
Trotz aller Bemühungen merkte man den Slowenen aber die Verunsicherung an, die die Niederlagenserie in der heimischen Liga hinterlassen hatte. So übernahm Bayer jetzt auch wieder das Kommando und ließ den Ball schnell durch die eigenen reihen laufen. Am Ende tauchte Terrier völlig frei vor dem Tor auf, scheiterte aber einmal mehr am stark reagierenden Leban.
Flekken muss doppelt retten
Die vergebenen Chancen hätten sich kurz vor der Pause dann fast noch gerächt. Nach einer Flanke kam Armandas Kucys aus acht Metern frei zum Kopfball. Bei dem tückischen Aufsetzer musste Flekken sein ganzes Können zeigen, konnte den knappen Vorsprung für sein Team aber in die Kabine retten.
Nach dem Seitenwechsel zeigte sich zunächst das gleiche Bild. Leverkusen drängte, ging aber grob fahrlässig mit den Chancen um. Nach 51 Minuten war es Facundo Medina, der den Ball aus kurzer Distanz nicht richtig traf und so Leban die Möglichkeit zum klären gab.
Die Slowenen wagten nach einer knappen Stunde nochmal einen ihrer seltenen Vorstöße. Nach einem Fehler im Aufbauspiel landete der Ball bei Yaya Dukuly. Sein Linksschuss aus 18 Metern ging aber deutlich über den Kasten. Da war mehr drin.
Medina sorgte für die Erlösung
Nach zahlreichen Wechseln plätscherte die Partie dann einige Zeit vor sich hin, bis Afonso Moreira sich nach 74 Minuten ein Herz fasste und aus 23 Metern einfach mal abzog. Zwar konnte Leban den Schuss gerade noch an die Latte lenken, der folgende Eckball aber brachte endlich die Erlösung für die Werkself. Medina traf per Volley zum überfälligen 2:0.
Christian Kofane hatte im Anschluss noch zwei weitere gute Chancen, setzte das Spielgerät beide Male aber knapp neben das Tor. So blieb es letztlich beim unspektakulären 2:0-Erfolg für Bayer. Auch wenn der Sieg durchaus hätte höher ausfallen können, bleibt abzuwarten, wie viel Rückenwind die Werkself aus dieser Partie für die kommenden Aufgaben mitnehmen kann.
Unsere Quelle:
- Europa-League-Spiel Leverkusen - Celje (live bei sky und RTL)
Sendung: "Bayer Leverkusen gewinnt verdient gegen kämpferisches Celje", WDR.de, 16.09.2026, 23:04 Uhr