Thomas Popiesch (o.) freut sich

Aufsteiger in die DEL Krefeld Pinguine - bloß nicht in den Abstiegskampf

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Nach vier Jahren Zweitklassigkeit sind die Krefeld Pinguine zurück in der DEL: Trainer Thomas Popiesch ist voller Optimismus.

Von Olaf Jansen

Thomas Popiesch sitzt in seinem Trainerbüro. Das Vormittagstraining mit seinen Jungs, den Eishockey-Spielern der Krefeld Pinguine ist vorbei, doch Ruhe hat der 61-Jährige in diesen Tagen natürlich nicht.

Es muss geplant, besprochen und Detailarbeit erledigt werden. Am Freitag (18.09.2026) geht sie los, die neue DEL-Saison. Und sein Team, das er seit zwei Jahren betreut, ist wieder mit dabei.

Krefeld-Trainer Popiesch: "Erfolg unserer Gemeinschaft"

Nach einer überragenden Spielzeit in der DEL 2 haben die Pinguine im Frühsommer mit einer sagenhaften Serie von 12:0-Siegen in den Playoffs die Rückkehr in die Erstklassigkeit perfekt gemacht. Zum Auftakt geht's am Freitag daheim ausgerechnet gegen die Fischtown Pinguins aus Bremerhaven, für die Popiesch einst acht Jahre lang hinter der Bande gestanden hat.

"Das ist ein Erfolg unserer ganzen Gemeinschaft hier", sagt Popiesch im Gespräch mit wdr.de. "Klar haben wir mit unserer aggressiven Spielart und dem guten Zusammenhalt im Team den Aufstieg als Mannschaft auf dem Eis perfekt gemacht.

Aber es gehört mehr dazu. Die neuen Gesellschafter in Krefeld haben die Basis geschaffen und am Ende ist es dann unserer familärer Zusammenhalt zwischen Team, Staff und Fans, der zusammengeschweißt und stark gemacht hat."

Nach vier Jahren Zweitklassigkeit - endlich zurück!

Vier Jahre haben die Pinguine in der DEL2 verbracht. Vier harte Saisons, in denen der Verein konsolidiert werden musste. Er wurde neu aufgestellt, finanziell besser ausgestattet und war vergangene Saison dann wieder so stark, dass er scheinbar mit Leichtigkeit die Meisterschaft und den Sprung zurück in die DEL schaffte.

Popieschs Arbeit wurde danach allerdings nicht leichter. "Es war schon ein Wettbewerbsnachteil, weil wir erst im Juni, also relativ spät, um unsere künftige Ligenzugehörigkeit wussten. Da war der Transfermarkt schon lange angelaufen und wir waren zeitlich ziemlich hintendran", erklärt der Coach, der als Trainer die Fischtown Penguins aus Bremerhaven einst mal zur Vizemeisterschaft geführt hat.

Nach vier Jahren Zweitklassigkeit - Krefeld Pinguine wieder in der DEL

NRW-Sport 16.09.2026 1 Min. 34 Sek. Verfügbar bis 15.09.2028 WDR Online

"Bis Januar genug Punkte sammeln"

Mit Blick auf die am Freitag beginnende Spielzeit ist dem Cheftrainer allerdings mit Krefeld überhaupt nicht bange. "Wir gehen nach der starken letzten Saison mit einer Portion Grundoptimismus in die Saison. Wir wollen bin Januar so viele Punkte gesammelt haben, dass wir dann schon weit genug von der Abstiegszone entfernt sind. Das ist erst einmal unser Ziel. Vielleicht können wir - wenn das geschafft ist - sogar um Platz zehn mitspielen."

Personell haben die Krefelder trotz des späten Starts im Transfergeschäft aufgerüstet. Es kamen über ein halbes Dutzend neue Akteure - die meisten mit US-Vergangenheit.

Dennoch sind es in den Augen Popieschs vor allem diejenigen, die dem Verein die Treue gehalten haben, die ihm Mut machen. "Wir gehen mit einem weitestgehend eingespielten Team in die Runde, das eine gute Mischung aufweist aus Erfahrung und jugendlichem Draufgängertum."

Kern des Pinguine-Teams ist geblieben

Was der Coach anspricht: Zum Beispiel das starke kanadische Trio aus Davis Vandane, Max Newton und Mathew Santos wirbelt weiterhin gemeinsam im Sturm. Und die etablierte Defensive, die in der DEL2 über Monate die Basis für den Erfolg darstellte, ist erhalten geblieben. Und sie wurde mit Top-Verteidigern wie Max Bildon und Stuart Percy noch einmal erstligareif aufgewertet.

Krefelder Pinguine auf dem Eis

In der Offensive müssen die Krefelder den Abgang von Jon Matsumoto verkraften. Der 39-Jährige gehörte trotz seines Alters zu den produktivsten Spielern und war ein wichtiger Faktor. In der Hauptrunde 2025/26 erzielte er 36 Punkte in 44 Spielen, in den Play-offs kamen in zwölf Partien weitere 13 Punkte hinzu.

Breite Auswahl im Angriff

Aber Popiesch hat im Angriff eine große Auswahl - es stehen insgesamt 15 Spieler zur Verfügung. Teils mit viel Erfahrung. Mit Mark Zengerle (37), Marcel Müller (38), Philip Gogulla (39) und Alexander Weiß (39) sind vier Spieler bereits mindestens 37 Jahre alt.

In einem sind sie sich in Krefeld sicher: Eine Saison wie die des letztjährigen Aufsteigers Dresden, der schon lange vor Saisonschluss als Absteiger feststand, werden die Pinguine nicht erleben. "Nein", sagt Popiesch, "da sehe ich uns auf einem anderen Level."

Unsere Quellen:

Sendung: WDR.de, "Nach vier Jahren Zweitklassigkeit - Krefeld Pinguine wieder in der DEL", 17.09.26, 08:00 Uhr

Quelle: oja

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