Said El Mala für Nationalmannschaft nominiert

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Lokalzeit aus Köln 17.09.2026 16 Min. 40 Sek. Verfügbar bis 17.09.2028 WDR Von Benedikt Kaninski

Nationalteam Neue Chance für Kölns Youngster - El Mala bereit für Klopp

Stand:

Große Freude beim 1. FC Köln: Said El Mala ist erneut für das deutsche Nationalteam nominiert worden - und rechtzeitig topfit.

Im zweiten Anlauf soll es nun klappen: Ausnahmetalent Said El Mala kann der erste Spieler des 1. FC Köln seit Jonas Hector werden, der für die deutsche Nationalmannschaft aufläuft.

Der neue Bundestrainer Jürgen Klopp berief den 20-Jährigen am Donnerstag in das zweigeteilte XXL-Aufgebot für die zweite Phase der kommenden Länderspielpause mit den Nations-League-Spielen gegen Serbien in München (1. Oktober) und gegen Griechenland in Thessaloniki (4. Oktober).

"Wir freuen uns natürlich alle, dass wir jetzt einen deutschen Nationalspieler bei uns im Kader haben", sagte FC-Coach René Wagner bei einer Pressekonferenz am Donnerstag. "Es hat ja ein bisschen gedauert, bis er jetzt endlich mal wieder dabei ist. Hoffentlich wird er diesmal mit einem Einsatz belohnt."

Rene Wagner - "Wir freuen uns alle, dass wir einen deutschen Nationalspieler im Kader haben."

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23 Sek. Verfügbar bis 17.09.2027

El Mala ist wieder bei vollen Kräften

Und pünktlich vor der dreiwöchigen Bundesliga-Pause ist El Mala wieder bei vollen Kräften. "Said ist wieder 100 Prozent fit. Er ist für uns eine Startelf-Option in Hamburg", sagte Wagner vor der Bundesliga-Partie beim Hamburger SV am Samstag (15.30 Uhr/live im WDR-Audiostream).

Beim 1:1 gegen Werder Bremen war El Mala nach überstandener Krankheit erst in der Schlussphase eingewechselt worden. Das vorherige Spiel beim VfB Stuttgart hatte er verpasst. "Er hat voll trainiert die Woche und ist ein normaler Bestandteil unseres Kaders gewesen. Diese Woche musste nicht gesteuert werden, was letzte Woche noch getan werden musste", so Wagner.

Vor den beiden Länderspielen soll El Mala nicht zusätzlich bei der deutschen U21 eingesetzt werden. "Er wird in Köln individuell trainieren, um sich bestmöglich vorzubereiten", sagte Wagner.

Viele Diskussionen um El Mala

Seit dem letzten Länderspiel des Kölner Hectors sind inzwischen sieben Jahre vergangen. El Mala, über den im Sommer viel geschrieben und diskutiert wurde, dürfte die Nominierung gut tun.

Schon im vergangenen November hatte Julian Nagelsmann den Kölner Ausnahmekönner gegen Luxemburg in den DFB-Kader berufen, ihn aber nicht eingesetzt und im Nachhinein sein Defensivverhalten kritisiert. Auch für den deutschen WM-Kader wurde El Mala nicht nominiert.

Doch auch ohne WM-Teilnahme war El Mala regelmäßig in den Schlagzeilen, ein Wechsel stand im Raum. Die englischen Vereine Brighton & Hove Albion sowie FC Brentford blitzten ab, dann meldete Borussia Dortmund Interesse an. Die Verhandlungen platzten, der BVB stieg nach einem vom FC nicht akzeptierten Angebot mit einem Gesamtvolumen von etwa 50 Millionen Euro aus.

Es gab weitere Gerüchte, angeblich sollen etwa auch RB Leipzig und der FC Liverpool Interesse angemeldet haben. "Sehr wild. Wilder, als ich gedacht hätte", sei der Transfersommer gewesen, so El Mala.

Kölns Nummer 10 als Zeichen der Wertschätzung

Letztendlich entschied sich El Mala für einen Verbleib beim FC und erhielt als erster Spieler nach Lukas Podolski seit 2012 die Rückennummer 10. Er verlängerte seinen Vertrag zu verbesserten Konditionen bis 2031.

"Ich spüre riesiges Vertrauen und eine große Wertschätzung hier", begründete El Mala seine Entscheidung. Nach dem Bundesliga-Auftaktsieg gegen Hoffenheim ergänzte er: "Ich bin überglücklich, hier zu sein. Ich glaube, das sieht man."

Nun will El Mala mit seinen Leistungen auch bei der Nationalmannschaft überzeugen - als einer von 44 Spielern, die Klopp sich im Rahmen der kommenden vier Länderspiele anschauen will. "Wir sehen was in den Jungs, wir sehen ganz viel Potenzial. Es ist uns ganz viel Talent ins Auge gesprungen", sagte Klopp zu seinen Nominierungen und dürfte damit wohl auch El Mala gemeint haben. "Ihre Chance nutzen müssen sie jetzt selbst."

Unsere Quellen:

  • FC-Pressekonferenz mit Kölns Trainer René Wagner
  • Pressekonferenz des DFB mit Bundestrainer Jürgen Klopp
  • 1. FC Köln
  • Nachrichtenagenturen SID und dpa

Sendung: WDR Fernsehen, Lokalzeit Köln, 17.09.2026, 19:30 Uhr

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