15 Millionen Euro. So viel will der deutsch-französische Rüstungskonzern KNDS in ein neues Werk in Remscheid investieren. Zwei Werke hat das Unternehmen dort bereits. KNDS baut unter anderem den Kampfpanzer Leopard. Das Tochterunternehmen KNDS Tracks liefert die Ketten für die Panzer der Bundeswehr.
Ab 2028 sollen diese auch aus dem neuen Werk auf zusätzlichen 18.000 Quadratmetern einer ehemaligen Traditionsschmiede kommen, sagt die Stadt Remscheid. Weder die Stadt noch KNDS selbst wollten am Donnerstag Auskunft darüber geben, wo genau sich der Standort befindet. Nach WDR-Informationen handelt es sich dabei aber um das ehemalige Dako-Werk Dowidat KG der Werkzeugmarke Gedore am Handelsweg in Remscheid-Lennep.
Mehr Mitarbeitende bei KNDS Tracks in Remscheid
Das Unternehmen baut jetzt jedenfalls alle seine drei Standorte aus und will seinen Mitarbeiterstamm in dem Zuge um 200 auf dann insgesamt 600 erweitern.
Der Boom der Rüstungsbranche durch Sondervermögen und Ausnahme von der Schuldenbremse kommt damit also auch im Bergischen an. Oberbürgermeister Sven Wolf freut sich über die Investitionen:
Stadt Remscheid begrüßt Investitionen von Rüstungsunternehmen KNDS
"Remscheid ist ein starker Wirtschaftsstandort. Wenn Unternehmen investieren, modernisieren und Arbeitsplätze sichern, stärkt das unsere gesamte Region." Sven Wolf (SPD), Oberbürgermeister Remscheid
KNDS ging aus einer Fusion von Krauss-Maffei Wegmann und Nexter hervor und befindet sich aktuell zu 50 Prozent in Besitz des französischen Staates und zu 50 Prozent in Besitz von der Wegmann und Co. GmbH. Im Juni gab der deutsche Staat bekannt, mit 40 Prozent bei dem Rüstungsunternehmen einsteigen zu wollen. Das Unternehmen baut unter anderem den Kampfpanzer Leopard für die Bundeswehr.
Unsere Quellen:
Leopard-Panzerketten in neuem KNDS-Werk
Bildquelle: KNDSWDR. 06.08.2026. 00:25 Min.. Verfügbar bis 05.08.2028.
Sendung: WDR 2, WDR 2 für das Bergische Land, 6.8.2026, 8:30 Uhr