Spieler-Gruppe in Duisburg feiert zehn Jahre Pokémon GO
WDR. 03:15 Min.. Verfügbar bis 02.07.2028.
"Bereit?" - ruft Thomas Dobrowolski, der Organisator der Gruppe aus der Pokéman-Go-Community. "Bereit!" geben die Teammitglieder zurück. Daraufhin angespannte Gesichter. Die Spieler im Duisburger Business Park blicken konzentriert auf ihre Handys und tippen. Anschließend kommt es zum großen Check.
Die Pokemon Community versammelt sich auch heute noch zum Austausch
Aufgeregt halten sie ihre Telefone zusammen. "3, 2, 1," zählt Thomas Dobrowolski herunter. Kurz darauf bricht Jubel aus. Die rund 20 Pokemon GO-Spieler haben es geschafft und ein seltenes Pokemon gefangen.
Über Pokémon GO den Trauzeugen gefunden
Ein Mal pro Woche trifft sich die Gruppe mit etwa 250 aktiven Mitgliedern zu diesen "Raids", also gemeinsame Kämpfen um ein besonders starkes Pokémon. "Zehn Jahre sind stark. Und das auch wegen der Gemeinschaft. Ohne die würde ich gar nicht mehr spielen", freut sich Thomas Dobrowolski.
Thomas Dobrowolski gründete die Pokemon Gruppe in Duisburg vor zehn Jahren.
Er spielt seit zehn Jahren und hat die Gruppe von Beginn an gegründet. Seine Frau Jenny Dobrowolski pflichtet bei: "Meine schönste Erinnerung ist, dass wir darüber unseren Trauzeugen gefunden haben." Auch die anderen Spieler und Spielerinnen blicken zurück auf Grillabende, Freundestreffen und sogar Pärchen, die sich über das Game gefunden haben und auch schon fast genauso lange zusammen sind.
Datenschutz beim Game Pokémon Go - ein Risiko?
Ein Haken hat das Ganze jedoch. Pokémon GO kann kostenlos genutzt werden. Damit das Spiel funktioniert, werden Standortdaten mit dem Anbieter geteilt. Optional kann auch die Umgebung abgefilmt werden, um Funktionen freizuschalten. In seinen Geschäftsbedingungen weist die Firma hinter der App darauf auch hin. Was genau mit den Daten passiert, ist unklar. Die WDR-Anfrage zur Datenschutzpraxis blieb unbeantwortet.
Christine Steffen ist Expertin für Datenschutz bei der Verbraucherzentrale Düsseldorf und rät, so wenig wie möglich preiszugeben: "Grundsätzlich sollten sich Spieler bewusst sein, dass sie bei kostenlosen Spielen mit ihren Daten bezahlen."
Bis zum nächsten Gaming-Hype?
Großer Check: Konnten die Spieler das seltene Pokemon fangen?
Der Spielfreude der Duisburger tut das aber keinen Abbruch. Sie sind davon überzeugt, dass die Community weiter wachsen wird und freuen sich auf die nächsten zehn Jahre mit vielleicht auch dem nächsten Gaming-Hype.
Unsere Quellen:
- Beobachtungen der WDR-Reporterin vor Ort
- Gespräch mit Pokemon-Go-Spielern und Spielerinnen vor Ort
- Gespräch mit Christine Steffen, Expertin für Datenschutz der Verbraucherzentrale
- Presseanfrage an Niantic, Anbieter von Pokemon Go
Sendung: WDR Fernsehen, Lokalzeit aus Duisburg, 03.07.2026, 19:30 Uhr