Schon Ende August stellte die Edutain AG aus Köln einen Antrag auf Insolvenz am Bonner Amtsgericht. Das Unternehmen betreibt die Erlebnisausstellung seit März in Königswinter im ehemaligen Sea-Life-Gebäude.
Die DinoXperience soll trotzdem ganz normal geöffnet bleiben. Auch Tickets werden weiter verkauft. "Für die Besucherinnen und Besucher ändert sich durch das vorläufige Insolvenzverfahren nichts", teilt die vorläufige Insolvenzverwalterin Nada Nasser schriftlich mit. Das Gericht hat sie zur vorläufigen Insolvenzverwalterin bestellt.
55 Beschäftigte betroffen
55 Mitarbeitende erhalten jetzt statt ihrer Löhne und Gehälter für drei Monate Insolvenzgeld von der Agentur für Arbeit. Als Gründe für die finanziellen Probleme nennt die vorläufige Insolvenzverwalterin mehrere verzögerte oder nicht vollständig umgesetzte Projekte. Nun wird geprüft, wie das Unternehmen weitergeführt werden kann und ob Investoren gefunden werden können.
Durchwachsene Rezensionen der Besucher
Die Bewertungen der DinoXperience im Netz fallen gemischt aus. Kritisiert werden unter anderem das Preis-Leistungs-Verhältnis und eine, aus Sicht mancher Besucher, wenig aufwendige Inszenierung. Andere Besucher bewerten die DinoXperience dagegen positiv. Auch Königswinters Bürgermeisterin Heike Jüngling hat ein gemischtes Echo wahrgenommen.
"Ich glaube gemischt, einige sind gern hierhin gekommen, einige hatten auch Kritik, aber grundsätzlich sind viele gekommen, um sich das anzuschauen." Heike Jüngling, Bürgermeisterin Königswinter
Standort für Sea Life nicht mehr rentabel
Der vorherige Betreiber hatte den Standort aus wirtschaftlichen Gründen aufgegeben. Sea Life schloss Ende 2022 nach rund 17 Jahren. Als Gründe nannte der damalige Betreiber unter anderem die Folgen der Corona-Pandemie, Lohn- und andere Kosten. Danach stand das Gebäude gut drei Jahre leer. Erst Ende März 2026 eröffnete dort die DinoXperience.
Unsere Quellen
- Nadar Nasser, vorläufige Insolvenzverwalterin
- Heike Jüngling, Bürgermeisterin Königswinter
Sendung: WDR.de, Dinoxperience in Königswinter ist pleite, 21.09.2026, 17:40 Uhr