Pfeilspitzen finden sich dort, ein beschädigter Krug und auch eine vergoldete Schalenfibel zum Schließen von Gewändern aus dem 5. Jahrhundert. Es sind aktuelle Funde von Privatleuten, die das LWL-Museum für Archäologie und Kultur in Herne in dem neuen "Schatzregal" präsentiert. Entdeckt wurden sie beispielsweise bei Bauarbeiten, beim Spazierengehen - oder auf einem Acker mit einer Metallsonde.
Denn die Sondengehenden und Magnetangler werden für die Archäologie zunehmend wichtiger, heißt es vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe. Mehr als 600 von ihnen seien für den LWL mit offizieller Erlaubnis im Einsatz. "Ihnen verdanken wir absolute Fund-Highlights", sagt Ulrich Lehmann, zuständig für Sondengehen und Magnetangeln beim LWL. Rund 25.000 Funde werden der LWL-Archäologie für Westfalen jedes Jahr gemeldet.
Fundstücke dürfen nicht behalten werden
Die Ausstellung gibt den Findern die Möglichkeit, ihre Entdeckungen den Verwandten, dem Freundeskreis und allen anderen Interessierten zu zeigen. Denn behalten dürfen sie die Fundstücke nicht - sie gehen in das Eigentum des Landes über. Schon wer mit einer Metallsonde übers Feld zieht oder eine Magnetangel in öffentliche Gewässer hält, braucht dafür eine Erlaubnis der Oberen Denkmalbehörde. Das ist gesetzlich geregelt - und ein Verstoß wird mit Bußgeldern geahndet.
Etwa 25.000 Funde werden der LWL-Archäologie für Westfalen jährlich gemeldet.
Dabei ist der LWL nach eigenen Angaben froh, wenn Menschen sich für die Archäologie ihrer Heimat engagieren. Denn in Westfalen und Lippe gibt es mehr als 60.000 Fundstellen - und der Boden berge noch weit mehr Zeugnisse der Vergangenheit. Um diese Schätze zu schützen, sei jede Hilfe willkommen.
Unsere Quellen:
Sendung: WDR 3 und WDR 5, WDR Aktuell, 21.07.2026, 06:30 und 07:30 Uhr