Lauf macht auf Kinderhospizarbeit aufmerksam

WDR 02:37 Min. Verfügbar bis 13.07.2028

Kinderlebenslauf Lauf macht auf Kinderhospizarbeit aufmerksam

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Der "Kinder-Lebens-Lauf" geht durch verschiedene Städte. Die Fackel wird dabei von Vereinen, Unternehmen und Privatpersonen weitergereicht. Jetzt ist die Fackel am Aachener Marktplatz angekommen.

Mit einer sechs Kilometer langen Etappe durch Aachen setzte der "Kinder-Lebens-Lauf" am Montag ein Zeichen für Solidarität mit schwerstkranken Kindern und ihren Familien. Rund 150 Mitarbeitende des Pharmaunternehmens Grünenthal beteiligen sich an dem Lauf, der am Aachener Markt startet und bis zum Unternehmenscampus in Aachen-Eilendorf führt.

Erst einmal wird aber eine symbolische Fackel aus Papier übergeben, die vom Kinderzentrum "Stups" in Krefeld gebracht wird. Dort werden Familien mit unheilbar kranken Kindern ambulant und stationär begleitet. Wie wichtig diese Begleitung ist, weiß der 22-jährige Nico aus eigener Erfahrung. Er sitzt im Rollstuhl, ist nahezu blind und gilt als fast schwerstbehindert. Ihm war es wichtig in Aachen dabei zu sein. 

"Wir brauchen kein Mitleid, sondern Unterstützung"

Nico will das Leben so gut es geht genießen, dabei unterstützt ihn auch die Kinderhospizarbeit. Besonders die Kreativangebote und gemeinsame Aktivitäten seien für ihn eine wertvolle Abwechslung. "Die geben uns Kraft", erzählt Nico.

Ein Junge mit Kappe sitzt in einem Rollstuhl auf dem Aachener Markt. Er hat einen Kuscheltierfrosch auf dem Schoß. Hinter ihm steht eine Frau, die dengleichen Frosch, aber größer, hält-

Nico sagt, Viele würden Kinderhospizarbeit mit dem Thema Tod verbinden würden. Dabei sei sie viel mehr als das.

Die Mitarbeitenden helfen der Familie nicht nur im Alltag, sondern auch bei organisatorischen Fragen wie Anträgen. Für ihn ist klar: "Mitleid braucht man nicht, sondern Unterstützung."

Kinder-Lebens-Lauf führt quer durch Bundesrepublik

Der "Kinder-Lebens-Lauf" ist eine bundesweite Aktion des Bundesverbands Kinderhospiz. Seit dem Start der sogenannten Engels-Fackel im April in Berlin führt die Tour über mehr als 7.000 Kilometer durch Deutschland, Luxemburg, Österreich und die Schweiz. Ziel ist es, auf die Situation betroffener Familien aufmerksam zu machen und die Kinderhospizarbeit stärker ins öffentliche Bewusstsein zu rücken.

Für ein Foto posieren Läufer in grünen T-Shirts hinter eonem Mädchen, das in einem Rollstuhl sitzt. Links neben dem Rollstuhl hockt eine Frau, die lächelnd zum Mädchen schaut.

Luca Marie übergibt die Fackel an Uli Brödl, Forschungschef bei Grünenthal.

Zum Auftakt der Aachener Etappe begrüßt Oberbürgermeister Michael Ziemons die Teilnehmenden auf dem Markt. "Danke, dass sie heute hier sind und Aachen zu einem besseren Ort machen". Dann drückt er die Hupe, als Startsignal für die 150 Läufer, die sich mit viel Power in Bewegung setzen.

Ein Zeichen der Solidarität

Das Pharmaunternehmen Grünenthal hat eine Stiftung für Palliativmedizin und unterstützt die Hospizversorgung. In den 60er Jahren machte die Firma Schlagzeilen mit dem Conterganskandal, heute ist sie ein großer Sponsor für den "Kinder-Lebens-Lauf". "Neben der finanziellen Unterstützung liegt es uns am Herzen gesellschaftliches Engagement zu zeigen", sagt Uli Brödl, Forschungsleiter bei Grünenthal, der die Fackel zum Start des Laufes trägt.

Für Anja Claus ist es bewegend, die vielen engagierten Läufer zu sehen.

"Es ist toll, diese Solidarität zu spüren und ich bin richtig gerührt." Anja Claus, Leiterin Kinderzentrum "Stups"

Gerade weil viele Angebote der Kinderhospizarbeit auf Spenden angewiesen seien, bedeute die öffentliche Aufmerksamkeit viel - nicht nur für die Einrichtungen, sondern vor allem für die Familien, die oft täglich große Herausforderungen bewältigen müssen.

Der "Kinder-Lebens-Lauf" soll deshalb nicht nur Kilometer sammeln, sondern vor allem zeigen, dass betroffene Familien nicht allein sind. Am nächsten Tag geht die Fackel weiter nach Köln. Im Oktober endet die Aktion im Europa-Park in Rust.

Kinderlebenslauf: Zeichen der Solidarität mit kranken Kindern

WDR 13.07.2026 00:31 Min. Verfügbar bis 12.07.2028

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Unsere Quellen:

  • Gespräche mit Läufer und Grünenthal-Forschungsleiter Uli Brödl
  • Anja Claus und Nico vom Krefelder Kinderzentrum "Stups"

Sendung: WDR.de, Kinderlebenslauf macht Station in Aachen, 13.07.2026, 19 Uhr

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