In Monschau bleibt nach den historischen Waldbränden der Tourismus aus

Bildquelle: WDR/Sabine Rieck

3 Min. 23 Sek. Verfügbar bis 14.09.2028

Nach den Waldbränden Warum in der Eifel viele Hotelbetten leer bleiben

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Bei vielen Urlaubern sind die Bilder der Brände im Westen NRWs und Belgien noch präsent. Tourismusbetriebe in der Eifel spüren die Folgen. Stornierungen häuften sich. Nun blicken Betriebe mit Sorge auf die Herbstferien.

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Sabine Rieck

Entlang rauschender Bäche und über verträumte Feldwege bis in historische Altstädte: Eigentlich kommt jetzt im Spätsommer und Herbst die beste Zeit zum Wandern in der Eifel. Doch dieses Jahr könnte weniger los sein als die Jahre zuvor. Bei vielen Urlaubern sitzen die Bilder der Brände noch tief im Gedächtnis. "Die Leute haben immer noch akute Brandbilder im Kopf, die sie auch nicht wieder hinterfragt haben", sagt Barbara Frohnhoff von der Rureifel-Tourismus.

Waldbrände in der Eifel: Tourismus-Betriebe spüren Auswirkungen

Auch in Monschau sind die Auswirkungen der Brände wie im Hürtgenwald spürbar - im benachbarten belgischen Teil des Hohen Venn schwelt das Feuer nach wie vor. Johannes Zeller betreibt in der Fachwerkstadt 36 Ferienappartements. Nach den Bränden stornierten viele Gäste ihre Buchungen. "Als hier der Smog in der Stadt war, kamen die Stornierungen", sagt er.

Johannes Zeller wünscht sich mehr Touristen im Herbst.
"Es war noch nie so günstig in Monschau Urlaub zu machen." Johannes Zeller, Ferienwohnungsanbieter

Inzwischen sei die Buchungslage für September aber noch immer schlechter als üblich - trotz guten Wetters und bester Wanderzeit. Um Gäste für den Herbst zu gewinnen, hat Zeller deshalb die Preise gesenkt. Besonders mit Blick auf die Herbstferien hofft er, dass die Sorgen verschwinden.

Tagestouristen kommen wieder nach Monschau

Auch Hotel- und Gastronomiebetreiber Karim Krich bekam nach den Bränden zahlreiche Stornierungen. Inzwischen seien die Gäste wieder da und die Tagestouristen kommen wieder. Dennoch sind die Eindrücke und Bilder des Sommers nach wie vor Thema. Viele Urlauber informiert er am Telefon oder per Mail vor Antritt des Urlaubs, dass die Brände keinen Einfluss mehr haben.

Ein Mann mit dunklem Haar und Bart steht vor dem Eingang eines Gastronomiebetriebs.
"Wir versuchen, dass die Entwarnungen jetzt genauso bei den Menschen ankommen, wie die Warnungen." Karim Krich, Hotel- und Gastronomiebetreiber

Die Rureifel-Tourismus spricht von 80 bis 100 Prozent Stornierungen in den ersten Tagen nach den Bränden. Und das betreffe nicht nur Monschau selbst, sondern beispielsweise auch die Region rund um den Rursee, einige Kilometer weiter östlich. Der Tagestourismus erhole sich inzwischen wieder, sei aber noch nicht auf dem Niveau der Vorjahre.

Eifel: Keine Einschränkungen beim Wandern

Dabei ist die Region nach den Bränden wieder offen für Besucher: Laut Rureifel-Tourismus ist die Luftqualität gut und Rad- und Wanderwege nutzbar. Aktuell sind nur drei von mehr als 300 Wanderwegen gesperrt. Jetzt hoffen die Tourismusbetriebe, dass die Entwarnung auch bei den Urlaubern ankommt. Denn die Eifel ist bereit für den Herbst: Anfang Oktober lockt etwa der Erntedankumzug in Monschau-Mützenich.

Monschau: Tourismus bricht ein

WDR Studios NRW 14.09.2026 42 Sek. Verfügbar bis 13.09.2028 WDR Online

Unsere Quellen:

  • Eindrücke der WDR-Reporterin vor Ort
  • WDR-Interview mit Barbara Frohnhoff, Rureifel-Tourismus
  • WDR-Interview mit Johnnes Zeller, Ferienappartement-Betreiber
  • WDR-Interview mit Karim Kirch, Hotel- und Restaurantbesitzer

Sendung: WDR 2 Aachen und die Region, Lokalzeit, 14.09.2026, 08:31 Uhr

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