Ittertal muss erstmal schließen
03:03 Min.. Verfügbar bis 09.07.2028.
Hartmut Lemmer steht am Rande des großen 50-Meter-Beckens in seinem Freibad. Der Vorsitzende des Fördervereins Ittertal ist frustriert. Ihm und den anderen im Freibadverein-Vorstand bleibe keine andere Wahl, als das Bad für die nächsten zwei Wochen komplett dicht zu machen.
„Es tut innerlich weh. Die Leute würden uns ja die Bude einrennen.“ Hartmut Lemmer, Vorsitzender Förderverein Ittertal
Erst gab es Technik-Probleme. Die Anlage zur Wasserreinigung ist inzwischen zwar repariert. Die notwendige Wasser-Analyse lässt aber auf sich warten. Hinzu kommen jetzt noch Personal-Probleme. Beide Schwimmmeister fallen temporär aus.
Hoffnung auf Sanierung mit "Granate"
Becken werden bald erneuert
Hartmut Lemmer hofft aber, das Bad Ende Juli, spätestens Anfang August, wieder öffnen zu können. Zuversichtlich ist er aber vor allem, weil das Freibad nach dieser Saison grundlegend saniert wird. Dank des Geldes aus einem Bundes-Förderprogramm bekommt das Freibad neue Becken und neue Technik. Und eine Rutsche, auf die sich der Vorsitzende freut, „weil das wird einfach eine Granate.“
Endspurt: Freibad Dabringhausen vor Saisonstart
Letzte Vorbereitungen im Freibad Dabringhausen
Frust im Ittertal, Vorfreude dagegen in Dabringhausen. Endspurt für die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer im Freibad am Rande von Wermelskirchen. Am letzten Schultag ist offizieller Freibad-Start. Vorher schon, also kommende Woche, machen viele Schulen ihre Wandertage ins Bad im Linnefetal.
„Es ist schon auch eine Wahnsinnsleistung, dass wir jetzt hier in die 13. Saison gehen.“ Katja Salz-Bannier, Freibad Dabringhausen
Zwar gibt es von der Stadt einen finanziellen Zuschuss für das Freibad. Ohne Betreiber- und Förderverein und viele ehrenamtliche Helfer-Stunden wäre das Bad aber längst Geschichte. Katja Salz-Bannier vom Betreiberverein hofft jetzt auf einen guten Sommer und fröhlich-friedliche Gäste.
Unsicherheit an der "Kräwi" bleibt
Frust an der Kräwi
Eine friedliche Saison: darauf hatten sie sich im Freizeitpark Kräwinklerbrücke in Remscheid auch gefreut. Vergeblich. Vandalen haben hier mutwillig die Toilettenanlagen verwüstet und Boote versenkt.
Jetzt soll ein Sicherheitsdienst her. Problem nur: der kostet ein paar Tausend Euro im Monat. Geld, das die gemeinnützige Gesellschaft "Arbeit Remscheid" als Betreiberin nicht hat. Und weil ihr außerdem die Zahlungsunfähigkeit droht, steht hinter einer schönen Badesaison an der Wuppersperre ein großes Fragezeichen.
Unsere Quellen:
- Eindrücke des WDR Reporters vor Ort
- Interviews mit Hartmut Lemmer, Freibad Ittertal
- Interview mit Katja Salz-Bannier, Freibad Dabringhausen
- Interview Thilo Droste, Geschäftsführer Arbeit Remscheid gGmbH
Sendung: WDR.de, Ittertal muss erstmal schliessen, 09.07.2026, 13:47 Uhr
Sendung: WDR Fernsehen, Lokalzeit Bergisches Land, 09.07.2026, 19:30 Uhr
