Heimische Lebensmittelproduktion in Gefahr?

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WDR 2 Min. 30 Sek. Verfügbar bis 24.08.2028

NRW-Landwirte schlagen Alarm Sorgen um heimische Lebensmittelproduktion

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Dürre Ernten, sinkende Erträge: Landwirte im Kreis Mettmann fordern wirtschaftliche Perspektiven für ihre Betriebe.

Ein paar verregnete Tage zuletzt - zu spät und zu wenig. Landwirt Martin Dahlmann macht sich keine Illusionen. Die wetterbedingten Ernteeinbußen werden auch die Herbstkulturen betreffen, etwa Zuckerrüben oder Mais. Kollegen hätten ihm bereits von erheblichen Problemen berichtet, einige befürchteten sogar Totalausfälle.

Winterfütterung beginnt bereits im Sommer

Dahlmann selbst hat auch Probleme. Der Sprecher der Kreisbauernschaft Mettmann führt einen Milchviehbetrieb und musste bereits Futter für seine Kühe zukaufen, weil auf seinen Feldern nicht genug nachgewachsen ist.

Martin Dahlmann, Vorsitzender der Kreisbauernschaft Mettmann
"Im Grunde haben wir schon mit der Winterfütterung angefangen. Bis März oder April müssen wir das jetzt durchziehen. Und hoffen, dass wir genug Futter haben." Martin Dahlmann, Kreisbauernschaft Mettmann

Sinkende Erträge bei gestiegenen Kosten für Diesel, Dünger, Pflanzenschutz und Energie - diesem Teufelskreis könnten die Landwirte aus eigener Kraft kaum entkommen. Hinzu kämen stark schwankende Erzeugerpreise. Beim Weizen zum Beispiel reagierten die Märkte derzeit von Tag zu Tag etwa auf geopolitische Krisen. "Für unsere Betriebe ist das kaum planbar", betont Dahlmann.

Steigende Lebensmittelpreise - doch bei den Landwirten kommt nichts an

Auch die Landwirte merken, dass Lebensmittel für die Verbraucher immer teurer werden. Doch bei den heimischen Erzeugern komme davon nichts an. Dahlmann selber rechnet vor, er bekomme zehn Cent weniger als im letzten Jahr pro Kilo Milch - und das trotz der gestiegenen Produktionskosten.

mehrere Kühe stehen im Kuhstall, vor Ihnen liegt ein großer Berg Heu

Milch von Dahlmanns Kühen ist dieses Jahr weniger wert

Bildquelle: WDR / Gerlinde Spratte

Heimische Lebensmittelproduktion gefährdet - Politik gefordert

Dahlmann fürchtet, dass gerade kleinere landwirtschaftliche Betriebe diese Entwicklung nicht mehr lange verkraften werden - und aufgeben könnten. Die Politik sei gefordert, den Betrieben wieder wirtschaftliche Perspektiven zu geben. Notwendig seien zum Beispiel wettbewerbsfähige Energie- und Betriebsmittelpreise für die Landwirte.

Helfen könnte auch eine Ausgleichsrücklage. Das heißt: Gewinne aus guten Jahren steuerfrei zurücklegen zu dürfen. Dieses Geld könnte man dann in Dürrejahren aktivieren, um die Betriebe am Laufen zu halten.

Hohe Ernteverluste befürchtet

WDR 24.08.2026 45 Sek. Verfügbar bis 23.08.2028

Unsere Quellen:

  • Kreisbauernschaft Mettmann

Sendung: WDR.de,  Hohe Ernteverluste befürchtet, 24.08.2026, 15:00 Uhr
Sendung: WDR Fernsehen, Lokalzeit Bergisches Land, 24.08.2026, 19:30 Uhr

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