Der 30. April 2025, 23:40 Uhr - das hochmotorisierte Auto eines sogenannten Posers bricht beim Driften aus und trifft zwei junge Fauen. Hanna (19) stirbt, ihre Freundin überlebt schwer verletzt. Sie kamen vom Fest der Freiwilligen Feuerwehr Lennep, das am Donnerstag, genau ein Jahr später, wieder stattfinden wird. Während Freunde und Verwandte der Opfer gedenken wollen.
Feiern und Gedenken in Remscheider Stadtteil Lennep
Spricht man mit Menschen in Lennep, so wird diese Konstellation als hochsensibel und bedrückend empfunden - aber keinesfalls pietätlos von Seiten der Feuerwehr. In einer Mitteilung heißt es, der Vorfall habe "tiefe Wunden" hinterlassen. Alles Mitgefühl gelte weiterhin den Hinterbliebenen und den Betroffenen. Wieder zu feiern habe man "nach intensiver Abwägung" beschlossen. Das Fest soll mit einem Gedenken beginnen.
Bezirksbürgermeister Markus Kötter (CDU) sagt, dass einerseits feiern zum Leben dazu gehöre. "Aber kann man das wirklich unbeschwert? Wenn Angehörige zum Trauern kommen, gleichzeitig Feiernde da sind - ich habe keine Vorstellung, wie das gelingen kann." Denn genau das ist in Planung. Die Familie der überlebenden jungen Frau will zum Unfallort kommen. Um zu trauern, um 23:40 Uhr, die Zeit, als es geschah.
Hanna ist nicht vergessen
Das fatale Geschehen sei ohnehin in Lennep nicht vergessen, sagt Markus Kötter. "Das Thema der Raser und Poser ist weiter in den Köpfen." Und das sicher auch in den Tagen nach dem 1. Mai. Dann steht in Wuppertal das Urteil gegen den Poser an, dessen ausbrechendes Auto Hanna traf, als er mit einem Drift angeben wollte. Wie Hanna und ihre Freundin kam auch er vom Feuerwehrfest. Kötter: "Ich hoffe auf ein vernünftiges Urteil. Gut machen, was passiert ist, kann man allerdings nie wieder."
Unsere Quellen:
- Gespräche des WDR-Reporters in Remscheid-Lennep
- Gespräch mit Bezirksbürgermeister Markus Kötter
Sendung: WDR.de, Remscheider Stadtteil vor Jahrestag und neuem Fest, 27.04.2026, 06:03 Uhr
