Tote Fische, übler Geruch und Sauerstoffmangel
Bildquelle: WDR/ Johannes RaschWDR. 03:01 Min.. Verfügbar bis 08.07.2028.
Das Bergische braucht dringend Regen : Tote Fische, übler Geruch und Sauerstoffmangel
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Anhaltende Hitze und Trockenheit belasten Tiere und Pflanzen im Bergischen Land. Im Stiehls Teich in Solingen sind bereits Hunderte Fische verendet. In Wülfrath bittet die Stadt Anwohner, junge Straßenbäume regelmäßig mit Wasser zu versorgen.
Im Stiehls Teich in Solingen sind infolge der Hitzewelle bereits Hunderte Fische gestorben. Rund um das Gewässer liegt ein starker Fischgeruch in der Luft. Anwohner berichteten dem WDR von zahlreichen toten Fischen an der Wasseroberfläche. Noch vor wenigen Tagen hätten viele Tiere nach Sauerstoff geschnappt.
Hitze und Trockenheit verursachen Sauerstoffmangel
Die Stadt Solingen bestätigt das Fischsterben. Wasserproben zeigen hohe Wassertemperaturen und zu wenig Sauerstoff im Wasser. Ursache seien die anhaltende Trockenheit und die hohen Temperaturen. Der etwa 1,5 Hektar große Teich wird ausschließlich durch Regenwasser gespeist und reagiert daher besonders empfindlich auf lang anhaltende Trockenphasen.
Solingen setzt auf langfristigen Naturschutz
Fischweiher in Solingen
Bildquelle: WDR/ Johannes RaschAuch nach ersten Reinigungsarbeiten wurden weiterhin tote Fische am Ufer entdeckt. Eine Trockenlegung des Teichs ist derzeit nicht geplant. Stattdessen setzt die Stadt auf langfristige Maßnahmen wie zusätzliche Beschattung, neue Bepflanzung und eine Vertiefung des Gewässers. Der Stiehls Teich gilt als wichtiger Lebensraum für Amphibien und als beliebtes Naherholungsgebiet in Solingen.
Wülfrath ruft Büger zum Bäumegießen auf
Die Trockenheit betrifft nicht nur Gewässer. In Wülfrath bittet die Stadt die Bürger, junge Straßenbäume regelmäßig zu gießen.
"Vor allem junge Bäume leiden unter den ausbleibenden Niederschlägen. Ihr Wurzelwerk reicht noch nicht tief genug in den Boden, um sich selbst ausreichend mit Wasser zu versorgen. Ohne zusätzliche Bewässerung können sie langfristig Schaden nehmen“, erklärt die Verwaltung.
Anwohner Martin Mäder bewässert einen Baum
Bildquelle: WDR/Johannes RaschSchon ein Eimer Wasser könne helfen, die Folgen der Trockenheit zu begrenzen. Noch wirksamer seien zehn Gießkannen pro Baum, möglichst zweimal pro Woche. Kerstin Lindemann-Papke von der Stadt Wülfrath rät dazu, die Bewässerung fortzusetzen.
"Es müsste einfach mehrere Stunden am Stück richtig regnen, dann könnten wir das beenden." Umweltreferentin Kerstin Lindemann-Papke
Umweltreferentin Kerstin Lindemann-Papke
Bildquelle: WDR/Johannes RaschKerstin Lindemann-Papke rät Anwohnern dazu solange beim Gießen mitzuhelfen, bis es das nächste mal richtig regnet - feiner Nieselregen käme bei den Wurzeln gar nicht erst an.
Unsere Quellen:
- Stadt Solingen
- Stadt Wülfrath
- Eindrücke des WDR-Reporters vor Ort
Sendung: WDR 2 Lokalzeit Bergisches Land, 08.07.2026, 14:31 Uhr.
Sendung: WDR Fernsehen, Lokalzeit Bergisches Land, 08.07.2026