Wasser knapp im Bergischen
02:46 Min.. Verfügbar bis 06.07.2028.
Der Wasserstand der Wupper sinkt und sinkt. Seit Anfang Juli geht der Pegelstand deutlich runter. Und der Wupperverband kann noch kein Ende absehen.
An der Kluse sinkt der Wasserspiegel stetig
Der Pegel liegt an der Kluse in Wuppertal im Moment unter 30 Zentimeter - tiefer sollte es nicht werden. Kleingärtner zum Beispiel werden schon darum gebeten, Wasser vor allem aus ihren Regentonnen zu entnehmen und auf diese Weise Wasser zu sparen.
"Dieses Jahr finde ich es ganz schlimm. Man stellt sich die Frage, ob man überhaupt noch Gemüse anpflanzen will." Gabriele Thiel, vom Kleingärtnerverein Oststadt e.V.
Zu viel Regen ist auch nicht gut
Gabriele Thiel und Frank Borgmann sind besorgt
Ohnehin schauen Gärtnerinnen und Gärtner im Wuppertaler Kleingarten Oststadt e.V. immer öfter besorgt in Richtung Himmel. Denn wenn der Regen kommt, ist es selten der gute alte Landregen.
"Sorge macht mir, dass wenn es mal regnet, Starkregen kommt. Denn der fließt nicht in die trockene Erde rein, sondern drüber weg." Frank Borgmann, 1. Vorsitzender des Kleingärtnervereins Oststadt e.V.
Landwirte von regelmäßigem Regen abhängig
Ganz andere Sorgen haben Landwirte. Alles viel zu trocken, sagt Carsten Bröcker. Der Regen sei um 20 Prozent zurück gegangen. Das hört er auch von seinen Kolleginnen und Kollegen. Dazu kam die extreme Hitze der vergangenen Wochen - und die Temperaturen sollen ja am nächsten Wochenende wieder rauf gehen. Er sieht die Ernte in Gefahr.
Wegen niedriger Pegelstände ist aktuell die Wasserentnahme aus der Wupper und der Agger verboten. Das haben die entsprechenden Bezirksregierungen in Köln und Düsseldorf beschlossen. Der Wupperverband leitet aktuell Wasser aus den Talsperren in die Wupper, damit der Pegel nicht weiter sinkt. Ansonsten wäre die Wasserqualität in Gefahr - und damit am Ende auch Fische und andere Lebewesen.
"Wenn wir im Sommer Regen haben, wird ein Großteil von der Natur aufgenommen. Erst wenn es ergiebig und langanhaltend regnen würde, würde auch etwas in den Gewässern und Böden ankommen." Susanne Fischer, Pressesprecherin Wupperverband
Die Wasserstände liegen momentan auf so einem niedrigen Niveau, das sonst erst im Spätsommer erreicht wird, heißt es. Das Verbot gilt erstmal bis zum 30. September. Bei Verstößen drohen Bußgelder von bis zu 50 Tausend Euro.
Unsere Quellen:
- Wupperverband
- Kleingartenverein Oststadt e.V.
- Eindrücke unserer Reporterin vor Ort
Sendung: WDR.de Ohne Wasser-Sparen geht es im Bergsichen nicht 06.07.2026 18:20 Uhr