Sie sind laut späterer Anklage mit Messern und einer Kombizange bewaffnet, als sie im April 2022 den Juwelier in Köln-Sülz betreten. Sie bedrohen demnach die Inhaber mit einer Waffe und rufen: "Hände hoch! Kasse! Kasse!"
Staatsanwalt Wolf-Tilman Baumert sagt: "Die Tatausführung erinnert daran, wie so etwas in Videospielen dargestellt wird: Arbeitsteiliges Zusammengehen, genaue Planung, schneller Zugriff und dann die Flucht."
Schwerstkriminalität durch Jugendliche
Klingt nach Profis, die Wahrheit ist eine andere: Die mutmaßlichen Täter aus Wuppertal und Hattingen waren damals 16 und 17 Jahre jung.
"Das war kein Spiel, das war Schwerstkriminalität und wird entsprechend vor Gericht auch zu werten sein." Wolf-Tilman Baumert, Staatsanwaltschaft Wuppertal
Hattinger und Wuppertaler machen fette Beute
Und das ab Donnerstag, wenn der Prozess gegen das Quartett vor dem Wuppertaler Amtsgericht beginnt. Tatvorwurf: Gemeinschaftlicher schwerer Raub. Die Beute damals: Bargeld und Schmuck im Wert von über 38.000 Euro.
Diesen Supermarkt soll einer der Angeklagten überfallen haben
Bildquelle: WDRDa alle zur Tatzeit nicht volljährig waren, wird ohne Öffentlichkeit verhandelt. Für den jüngsten Angeklagten geht es auch um den Überfall auf einen Supermarkt in Wuppertal. Im März soll er den mit gezücktem Messer und den Worten betreten haben: "Bewaffneter Überfall, Kasse aufmachen, mach nichts Blödes."
Staatsanwalt Baumert sagt klar: Erwachsene würden im Fall einer Verurteilung vor einer langen Haftstrafe stehen. Der Erziehungsgedanke des Jugendstrafrechts könnte die Urteile eventuell milder ausfallen lassen.
Unsere Quellen:
- Staatsanwaltschaft Wuppertal
- Landgericht Wuppertal
Sendung: WDR.de, "Prozess um Juwelier-Überfall", 17.09.2026, 5:04 Uhr