Niedrigwasser im Rhein bedroht die Düsseldorfer Kirmesfähre | Video
WDR. 00:58 Min.. Verfügbar bis 15.07.2028.
Die Fähre verbindet die Altstadt in Düsseldorf mit dem Kirmesgelände auf den Oberkasseler Rheinwiesen: Das erste Mal seit sieben Jahren soll sie ab Freitag wieder fahren und Besucher zum Festgelände bringen - doch der Rheinpegel könnte dafür zu niedrig sein.
Hier öffnet am Freitag die Düsseldorfer Rheinkirmes.
Die Testfahren waren bisher nicht erfolgreich, sagt Fährbetreiber Hajo Schäfer am Freitagnachmittag. Deshalb soll ein Bagger versuchen ausreichend Kies wegzuschaffen, damit die Fähre bis zum Anlieger fahren kann. Sollte das auch nicht funktionieren, müsse er weiter auf Regen hoffen. Zum Start der Kirmes am Freitag kann die Fähre aber nicht fahren.
Problem: Flacher Untergrund am Anleger
Problematisch sind die speziellen Gegebenheiten am Rheinufer der Kirmes. Dort ist das Wasser besonders flach. "Wir fahren einfach hin, und entweder wir kommen dahin oder wir kommen da nicht hin. Es gibt nur diese zwei Varianten", sagt er. Wenn das Wasser zu flach ist, dann läuft die Fähre auf Grund. "Dann hängen wir irgendwie fest und müssen schauen, dass wir da wegkommen, aber dann wird es keine Kirmesfähre geben." Nach jahrelanger Pause wäre das Aus der Fähre zum Kirmesstart für Schäfer besonders bitter.
Hajo Schäfer hat den Anleger extra weit ins Wasser gebaut
Pegel sinkt weiter
Am Freitagnachmittag liegt der Pegelstand nur noch bei 38 Zentimetern an der Messstelle in Düsseldorf. Deutlich zu niedrig für viele Schiffe.
Der niedrige Wasserstand am Rhein bedroht auch andere Fähren.
Ende Juni war Schäfer noch zuversichtlich auch bei einem niedrigen Pegelstand fahren zu können. Man müsse den Anlegesteg halt nur weit genug ins Wasser schieben, hieß es.
Der niedrige Pegelstand ist mittlerweile nicht nur für die Kirmesfähre, sondern auch für andere Fähren problematisch.
Niedrigwasser am Rhein | WDR aktuell
WDR. 02:37 Min.. Verfügbar bis 15.07.2028.
Niedriger Pegelstand bedroht auch andere Rheinfähren
Die Fähre Zons-Urdenbach muss seit dem 13. Juli bis auf Weiteres eine Zwangspause einlegen. Da könnte vor allem der sandige Untergrund und die Kieselsteine an der Anlegestelle das Problem sein, mutmaßt Hajo Schäfer. Noch kann er die andere Rheinfähre von Kaiserswerth nach Meerbusch weiter betreiben, denn dort sei das Wasser bei den Anlegestellen tief genug.
Aber laut den Vorhersagen der Messstationen in Düsseldorf soll der Pegel in den nächsten Tagen noch weiter sinken.
Auch die Wirtschaft leidet unter dem niedrigen Rheinpegel. Der Duisburger Stahlhersteller Thyssenkrupp Steel hat seine Produktion gedrosselt. Einen Überblick über die Probleme, die Unternehmen durch das Niedrigwasser haben, findet ihr hier:
Unsere Quellen:
- Hajo Schäfer, Besitzer der Rheinfähre
- Webseite Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes
Sendung: WDR 2 Rheinland, Lokalzeit, 15.07.2026, 06:31 Uhr
Sendung: WDR Fernsehen, WDR aktuell, 15.07.2026, 12:45 Uhr

