Maschsee-Mörder mit Justizbeamten beim Prozess in Hannover im Jahr 2013

Der Maschsee-Mörder mit Justizbeamten beim Prozess in Hannover im Jahr 2013.

Bildquelle: Sebastian Kahnert/dpa

Prozess in Düsseldorf Maschsee-Mörder wegen neuer Gewalttaten vor Gericht

Stand:

Nach der Verbüßung seiner Haftstrafe soll der verurteilte Mörder in Düsseldorf seine neue Freundin gewürgt und geschlagen haben.

Der heute 38-Jährige hatte die Frau im Sommer 2025 über eine Internetplattform kennengelernt und war schließlich in ihre Wohnung gezogen. Im Dezember 2025 soll er sie dort nach einem Streit gewürgt und mit dem Tod bedroht haben, so die Staatsanwaltschaft. Zehn Tage später soll er nach einem weiteren Streit seine Freundin gefesselt, geschlagen und mit einer Säge verletzt haben.

Der Mann ließ laut Anklage erst von ihr ab, als sie ihr Handy entsperrte. Möglicherweise war Eifersucht sein Motiv. Er war Mitte Januar 2026 am Düsseldorfer Hauptbahnhof verhaftet worden.

Bereits wegen Mordes an einer Frau verurteilt

Der jetzt erneut Angeklagte ist bereits 2013 wegen Mordes verurteilt worden. Im Januar 2012 hatte er eine aus Ibbenbüren bei Münster stammende Prostituierte in seiner Wohnug getötet, zerstückelt und die Leichenteile in den Maschsee in Hannover geworfen. Das Gericht hatte damals Mordlust und eine schwere Persönlichkeitsstörung festgestellt.

Nach Verbüßung seiner Haftstrafe war der sogenannte Maschsee-Mörder im Sommer 2025 freigelassen worden. Nun muß er sich wegen der neuen Gewalttaten vor dem Landgericht Düsseldorf verantworten. Bei einer erneuten Verurteilung drohen ihm weitere 15 Jahre Gefängnis. Ein Urteil soll Ende Oktober fallen.

Prozessauftakt gegen Maschsee Mörder in Düsseldorf

WDR 14.09.2026 48 Sek. Verfügbar bis 13.09.2028

Unsere Quellen:

Sendung: WDR.de, Maschsee-Mörder wieder vor Gericht, 15.09.2026, 04:55 Uhr

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