Der Evonik-Tower, von unten fotografiert, ragt in den Himmel.

Ab Montag ist der Evonik-Turm nach zehn Tagen wieder begehbar.

Gravierende Brandschutzmängel Evonik-Tower in Essen ab Montag wieder geöffnet

Stand:

Ab Montag darf der Evonik-Tower in Essen wieder öffnen. Wegen Brandschutzmängeln hatte die Stadt Essen den Turm gesperrt.

Aufatmen bei mehreren hundert Mitarbeitern im Evonik-Turm am Rande der Essener Innenstadt. Am Freitag vergangener Woche hatte die Stadt Essen den markanten Turm gesperrt - wegen gravierender Brandschutzmängel. Ab Montag (20. Juli) darf er mit einem provisorischen Brandschutzkonzept wieder öffnen.

Stadt Essen zog Reißleine

Die Sperrung kam für viele Mitarbeiter völlig überraschend, einige hatten erst durch den WDR die Hintergründe für die tagelange Sperrung erfahren. Brandschutzmängel waren tatsächlich so gravierend, dass im Falle eines Brandes keine Sicherheit mehr gewährleistet werden konnte. Deshalb zog die Stadt Essen die Reißleine.

Unter anderem funktionierte die Sprinkleranlage nicht mehr, durch die im Falle eines Brandes Löschwasser versprüht werden kann. Dazu kamen aber noch zahlreiche weitere Mängel.

Handwerksunternehmen dauerhaft im Einsatz

Das für die Vermietung zuständige Berliner Immobilienunternehmen Lianeo hatte bereits am ersten Tag der Sperrung zahlreiche Handwerksfirmen beauftragt, die an der Behebung der Mängel gearbeitet haben. Seitdem gab es immer wieder Runden mit dem Bauordnungsamt der Stadt sowie der Feuerwehr, um das weitere Vorgehen zu besprechen. Trotz mehrfacher Nachfragen reagierte das Immobilienunternehmen nicht auf Anfragen des WDR. Nach unseren Informationen ist es nicht das erste Mal, dass das Unternehmen Schwierigkeiten aufgrund von Brandschutzmängeln bekommen hat, unter anderem sind Fälle in Wuppertal und Dortmund bekannt.

Was heißt provisorisch?

Immerhin kann der Tower ab Montag wieder freigegeben werden, wenn auch provisorisch. Das heißt, Handwerker sind weiterhin damit beschäftigt, Mängel nachhaltig zu beheben. Die Liste der Mängel scheint aber mittlerweile so klein zu sein, dass die Stadt offenbar nicht mehr von einer Gefahr ausgeht.

Betroffen sind etwa 400 Mitarbeiter von Evonik, die erst vor wenigen Tagen in den Tower gezogen waren. Gleich um die Ecke ist noch die alte Zentrale des Chemiekonzerns, dort wurden Arbeitsplätze für die Zeit der Sperrung des Turmes reaktiviert. Der Rest der Belegschaft sollte ins Homeoffice gehen.

Skyline von Essen am Ruhrschnellweg

Der Evonik-Turm links gilt als Landmarke

Auch die Rechtsanwaltskanzlei Luther ist betroffen. Die 100 Mitarbeiter konnten entweder im Homeoffice, aber auch an den anderen Standorten des Unternehmens in Düsseldorf und Köln arbeiten. Sie alle hoffen, dass jetzt Ruhe einkehrt und der markante Evonik-Turm dauerhaft bezogen werden kann.

Unsere Quellen:

  • Gespräch mit einem Sprecher von Evonik
  • Gespräche mit der Pressesprecherin der Stadt Essen

Evonik-Tower in Essen darf wieder öffnen

WDR 17.07.2026 00:45 Min. Verfügbar bis 16.07.2028

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Sendung: WDR.de, Evonik-Tower in Essen darf wieder öffnen, 17.07.2026, 16:20 Uhr

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