Der 50-jährige Türke soll allerdings nicht die Gäste, sondern den mutmaßlichen Angreifer schwer verletzt haben. Deswegen hat die Polizei Essen zusammen mit der Staatsanwaltschaft eine weitere Mordkommission eingerichtet.
Das "Verletzungsbild sowie die Tatumstände" würden laut Polizei eine Mordkommission rechtfertigen. Der Mann sitze seit Freitag (10. Juli) in Untersuchungshaft, heißt es in einer gemeinsamen Presseerklärung.
Heftig verprügelt
Gegen den 50-Jährigen werde jetzt wegen versuchten Totschlags ermittelt. Dabei hat er keine Waffen benutzt, sondern den mutmaßlichen Angreifer - einen 46-jährigen Türken - so heftig verprügelt, dass er ins Krankenhaus musste.
Warum er ihn verletzt hat und ob er ihn stoppen wollte, ist jetzt Teil der Ermittlungen. Da eine Mordkommission eingerichtet wurde, ist einfache Notwehr jedoch unwahrscheinlich.
Messerattacke am Giradethaus
Am ersten Juli-Wochenende war es zu einem Streit am Rande einer türkischen Oldie-Party im Giradethaus gekommen. Der 46-jährige Tatverdächtige soll mit einem Messer drei Menschen schwer verletzt haben. Der mutmaßliche Täter sitzt aktuell ebenfalls in Untersuchungshaft.
Ein Mann, der nicht an der Auseinandersetzung selbst beteiligt war, war am Rande dessen gestorben, vermutlich an einem Herzinfarkt.
Unsere Quellen:
- Gemeinsame Presseerklärung der Staatsanwaltschaft Essen und der Polizei Essen
- Telefonat mit der Polizei Essen
Sendung: WDR 2 Rhein und Ruhr, Lokalzeit 13.07.2026, 12:31 Uhr