Japanische Künstlerin Kusama ist tot

Bildquelle: Reuters/Toru Hanai

Aktuelle Stunde 27.08.2026 23 Min. 41 Sek. UT Verfügbar bis 27.08.2028 WDR Von Andreas Hodapp

Ausstellung in Köln sorgte für Hype Künstlerin Yayoi Kusama ist tot

Stand:

Die japanische Künstlerin Yayoi Kusama ist tot. Ihre Ausstellung im Museum Ludwig hatte in Köln alle Besucherrekorde gebrochen.

Yayoi Kusama starb bereits am 14. August im Alter von 97 Jahren in Tokio. Das wurde in der Nacht auf Donnerstag auf der Website der Künstlerin bekannt geben.

Frau mit roten Haaren malt

Yayoi Kusama bei der Arbeit an My Eternal Soul, 2017

Bildquelle: Yayoi Kusama, courtesy of Ota Fine Arts, David Zwirner

Erst Anfang August war ihre Ausstellung im Kölner Museum Ludwig zu Ende gegangen. Dabei waren mehr als 300 Werke der japanischen Künstlerin zu sehen - von frühen Kinderzeichnungen bis zur Gegenwart.

Kusama Ausstellung in Köln feierte Rekord

Ihre Gemälde, Skulpturen und außergewöhnlichen, häufig gepunkteten Kunstinstallationen hatten in Köln für einen regelrechten Hype gesorgt. Dem Museum Ludwig bescherte die Kusama-Werkschau einen Rekord: Mit mehr als 450.000 Besuchern war es die erfolgreichste Ausstellung des Museums überhaupt.

Ein Mann bei der Yayoi-Kusama-Ausstellung in Köln

Besucherinnen und Besucher machten unzählige Fotos der Werke von Yayoi Kusama.

Bildquelle: Oliver Berg/dpa

Zum Abschluss der Ausstellung gab es eine lange Kusama-Nacht. Die Ausstellung war dabei neben den regulären Öffnungszeiten auch zwischen 20 bis 2 Uhr nachts zu besichtigen.

Eindrücke der Kusama-Ausstellung in Köln

Die Werkschau der japanischen Künstlerin Yayoi Kusama im Museum Ludwig in Köln brach sämtliche Besucherekorde.

Die berühmten gelben, gepunkteten Kürbisse der japanischen Künstlerin Yayoi Kusama sind im Museum Ludwig in Köln ausgestellt

Kürbisse und "Polka Dots" - Kusamas Markenzeichen.

Bunte Blumen der japanischen Künstlerin Yayoi Kusama stehen auf der Dachterrasse des Kölner Museum Ludwig; im Hintergrund ist der Dom

Auch auf der Dachterrasse des Museums gab es etwas zu entdecken.

Der Infinity Mirrored Room in der Ausstellung Yayoi Kusama im Museum Ludwig

Der Infinity Mirrored Room - wohl das beliebteste Fotomotiv.

Ein Besucher in der Ausstellung Yayoi Kusama im Museum Ludwig

Ein Riesenkürbis als Blickfang im Eingangsbereich.

Eine Spiegel-Installation von Yayoi Kusama

Spiegel verstärkten den immersiven Effekt von Kusamas Arbeiten.

Kürbisse und "Polka Dots" - Kusamas Markenzeichen.

Auch auf der Dachterrasse des Museums gab es etwas zu entdecken.

Der Infinity Mirrored Room - wohl das beliebteste Fotomotiv.

Ein Riesenkürbis als Blickfang im Eingangsbereich.

Spiegel verstärkten den immersiven Effekt von Kusamas Arbeiten.

Kusamas Kunst spiegelt ihre Kindheit

"Sie hat sich begeistert über den großen Zuspruch der Ausstellung hier in Köln geäußert", sagte Ausstellungs-Kurator Stephan Diederich vom Museum-Ludwig dem WDR.

"Kusamas Lebensweg ist substantiell, wenn man ihr Werk begreifen möchte", sagt Diederich. Schon als Kind kam sie auf der Farm ihrer Eltern mit Pflanzen in Berührung, die zu einem Hauptthema ihrer Kunst wurden.
Aber auch ein anderes Thema in Kusamas Werk resultiert aus ihrer Kindheit. "Sie hatte schon als Kind Zwangsstörungen und litt unter Halluzinationen", erzählt Stephan Diederich.

"Sie hatte das Gefühl, sich selbst praktisch im Raum aufzulösen." Stephan Diederich, Ausstellungs-Kurator Museum-Ludwig

Dieses Gefühl stellt sich auch ein, wenn man Kusamas "Infinity Rooms" betritt, die sie mithilfe von Spiegeln erschaffen hat.

 Zielstrebig trotz psychischer Probleme

Trotz ihrer verspielten Kunst und ihrer psychischen Probleme sei Kusama jedoch eine sehr zielstrebige Künstlerin gewesen, meint Diederich. Sie habe den Willen gehabt, "sich wirklich als Künstlerin durchzusetzen." Ausgebremst wurde sie dadurch immer wieder durch ihre psychische Krankheit. Kusama verbrachte ihre letzten Lebensjahre in einer psychiatrischen Anstalt und wurde parallel ein Weltstar der Kunst.

Nach Köln ist die Werkschau von Yayoi Kusama demnächst in Amsterdam zu sehen.

Unsere Quellen:

  • Homepage der Künstlerin
  • dpa

Sendung: WDR Fernsehen, Aktuelle Stunde, 27.08.2026, 18.45 Uhr

Weitere Beiträge aus Köln

1 / 2