Auch viele Menschen aus Westfalen-Lippe waren am vergangenen Samstag in Berlin beim CSD. Die Amokfahrt mit einer Toten und mehr als 30 Verletzten haben viele der Feiernden dort mitbekommen oder mussten die Tat sogar mit ansehen.
Für diese Augenzeugen hat der Landschaftsverband (LWL) jetzt ein Beratungstelefon eingerichtet. Dort soll es für die Betroffenen schnell und unbürokratisch psychologische Hilfe von Therapeuten geben.
"Nicht nur Opfer sondern auch Augenzeugen können ein schweres psychisches Trauma erleiden." Takis Mehmet Ali, LWL-Sozialdezernent
Das Beratungstelefon ist kostenlos
Hilfe gibt es unter Telefonnummer 08006546546. Die Hotline ist montags bis donnerstags von 8:30 bis 12:30 Uhr sowie von 14:00 bis 15:30 Uhr und freitags von 8:30 bis 12:30 Uhr erreichbar.
In Westfalen-Lippe gibt es ein Netz von 21 Traumaambulanzen, die mit dem LWL zusammenarbeiten. Sie leisten psychologische Unterstützung, um einer langfristigen Belastung durch Traumata entgegenzuwirken.
Keine CSD-Absage in Ahaus und Münster
Der geplante CSD am Wochenende in Ahaus soll stattfinden. Aber das Programm wurde angepasst: Es gibt eine Schweigeminute für die Opfer aus Berlin und es wird ein sogenanntes "Awareness-Team" vor Ort sein, an das sich Betroffene von Gewalt wenden können.
In Münster haben die Veranstalter auch schon entschieden, dass der CSD Mitte August nicht abgesagt wird. Aber es wird noch geguckt, wie man die Veranstaltung sicherer machen kann.
Unsere Quellen:
- Landschaftsverband Westfalen-Lippe
Sendung: WDR.de, LWL richtet Beratungstelefon ein: Hilfe für CSD-Opfer und Augenzeugen in Münster, 29.07.2026, 13.30 Uhr