In der Nacht zu Montag ist in einem Mehrfamilienhaus an der Römerstraße in Moers ein Feuer ausgebrochen. Nach bisherigen Ermittlungen soll ein 55-jähriger Bewohner in seiner Wohnung im fünften Obergeschoss vorsätzlich den Brand gelegt haben. Das teilen Polizei Duisburg und die Staatsanwaltschaft Kleve mit. Die Staatsanwaltschaft Kleve, Zweigstelle Moers, bewertet den Fall als versuchten Mord.
Das Feuer entwickelte sich gegen 1:30 Uhr zu einem größeren Einsatz für die Feuerwehr. Wegen der starken Rauch- und Brandentwicklung mussten die Einsatzkräfte insgesamt 77 Bewohner aus dem Gebäude retten. Die Feuerwehr konnte die Flammen schließlich löschen.
Elf Menschen verletzt
Neben dem mutmaßlichen Brandstifter wurden zehn weitere Menschen durch das Feuer verletzt. Sie kamen zur ambulanten Behandlung in Krankenhäuser. Über die Schwere der Verletzungen ist bislang nichts Näheres bekannt.
Tatverdächtiger vorläufig festgenommen
Kriminalbeamte haben am Brandort Spuren gesichert. Zusätzlich wurde ein Brandsachverständiger hinzugezogen. Die Ermittler wollen unter anderem klären, wie genau das Feuer entstanden ist und welche Motive der 55-Jährige gehabt haben könnte.
Der 55-Jährige wurde nach seiner medizinischen Behandlung vorläufig festgenommen. Am Dienstag wurde er dem Haftrichter vorgeführt. Dieser hat einen Haftbefehl erlassen.
Unsere Quellen:
- Mitteilung von Polizei Duisburg
- Mitteilung Staatsanwaltschaft Kleve
Sendung: WDR.de, Nach Brand in Mehrfamilienhaus- Mordkommission ermittelt, 08.09.2026, 14:11 Uhr