Es waren kunterbunte Touren für einen guten Zweck. Als Hasen verkleidete Biker sammeln auf ihren Motorrädern Spenden für schwer kranke Kinder - beim sogenannten "Osterride". Jetzt stehen die Touren durch den Rhein-Kreis Neuss vor dem endgültigen Aus. Das hat Organisator Torsten Zur am Mittwoch mitgeteilt.
"Es ist unendlich schade, aber unter den Sicherheitsauflagen ist das Projekt leider nicht mehr zu stemmen." Torsten Zur, Fahrlehrer in Dormagen
Fröhlich winkend und mit guter Laune: Motorradfahrer beim Osterride 2025
Ein Sicherheitskonzept mit Ordnern, Fahrern, die absichern und einer insgesamt großen Kolonne, würde mehrere tausend Euro kosten, berichtet Zur im Gespräch mit dem WDR. Es gehe ihm nicht um Schuldzuweisungen. Aufwand und Ertrag der Spendenfahrt stünden dann aus seiner Sicht einfach nicht mehr im Verhältnis.
Motorradbegeisterte wollen in großer Gruppe fahren
Ziel vieler Teilnehmer sei es in einer maximal großen Gruppe zu fahren, erzählt Zur. Das hatte die Polizei zuletzt beim Nikolausride im Dezember 2025 durch den Rhein-Kreis Neuss kontrolliert und unterbunden. Die Tour wurde daraufhin abgebrochen. Es würden klare und eindeutige Auflagen gelten, heißt es von der Polizei.
Größer als 25 Motorräder darf eine Gruppe demnach nicht sein. Noch vor einigen Jahren sei Anderes geduldet worden. Grund für die stärkeren Kontrollen der Auflagen könnte ein Unfall beim Osterride 2023 gewesen sein. Bei der Tour von Grevenbroich über Neuss nach Dormagen mit gut 500 Teilnehmern kam es zu einem Unfall. Drei Menschen wurden verletzt.
Unsere Quellen:
- Torsten Zur, Organisator Oster- und Nikolausride
Sendung: WDR 2 Rhein und Ruhr, Lokalzeit, 19.03.2026, 11:31 Uhr