Mehrer Tote Fische liegen auf weißen Tellern

Tote Fische nach Leck in der Kompotec-Biogasanlage in Nieheim

Fischsterben in der Emmer Betreiber der Biogasanlage übernimmt Schuld

Der Betreiber der Biogasanlage Nieheim übernimmt die Verantwortung für den Unfall vergangene Woche. Durch den Austritt großer Mengen Gärflüssigkeit waren in der nahe gelegenen Emmer Fische gestorben.

Es gehöre sich, dazu zu stehen, wenn so etwas passiert - so der Geschäftsführer der Firma Kompotec im Gespräch mit dem WDR. Man habe externe Gutachter beauftragt, um die Ursache für das Leck herauszufinden. Nach Rücksprache mit Behörden sollen jetzt Maßnahmen ergriffen werden, dass so etwas nicht nochmal vorkommt.

Vergangene Woche Mittwoch waren aus einem Leck in dem gerade erst erweiterten Kompostwerk flüssige Gärreste entwichen - große Mengen davon in die nahe gelegene Emmer. Laut Bezirksregierung war es bereits der dritte Vorfall, bei dem Flüssigkeit aus der Anlage ausgetreten sein könnte.

Betreiber der Biogasanlage übernimmt Schuld

WDR 20.04.2026 00:44 Min. Verfügbar bis 19.04.2028 WDR Online

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Auslaufen der Gärreste erst am Wochenende gestoppt

Nach Angaben des Fischereivereins Nieheim fließt erst seit Samstag keine Gärsubstanz mehr in den Fluss, drei Tage nach dem Vorfall. Immerhin würde das Wasser nicht noch weiter verschmutzt werden, der Schaden sei trotzdem enorm.

"Wir wissen selbst nicht, wie schädlich das auch für uns Menschen ist." Alexander Kremeier, Vorstand des Fischereivereins Nieheim
Zwei Männer stehen mit Käschern in der Emmer

Männer käschern die toten Fische

Der Fischereiverein hatte am Freitag selbst Wasserproben entnommen. Der Nitritwert lag um das 150-fache über dem Grenzwert. Die Angler glauben, dass die Emmer Jahre brauche, um sich davon zu erholen. Auch das Landesamt für Natur, Umwelt und Klima hat Wasserproben entnommen. Die Ergebnisse liegen aber noch nicht vor.

Großes Leck: über 1 Million Liter Gärflüssigkeit ausgelaufen

Die betroffene Biogasanlage gehört der Firma Kompotec. Die Bezirksregierung spricht von schätzungsweise 1 bis 1,5 Millionen Litern Flüssigkeit, die seit Mittwoch ausgetreten seien. Unklar ist, wie viel davon in der Emmer gelandet ist. Der undichte Behälter sei laut Bezirksregierung stillgelegt worden. Für den 1. Mai hatte Kompotec zu einem Tag der offenen Tür auf die Anlage eingeladen. Der Termin soll nicht abgesagt werden.

Unsere Quellen:

  • Firma Kompotec
  • Bezirksregierung Detmold
  • Fischereiverein Nieheim

Sendung: WDR.de, Leck in Biogasanlage: Gärsubstrat fließt wohl nicht mehr in die Emmer, 19.04.2026, 14:30 Uhr
Sendung: WDR.de, Fischsterben: Biogasanlagen-Betreiber übernimmt Schuld, 20.04.2026, 14:51 Uhr
Sendung: WDR 2 Ostwestfalen-Lippe, Lokalzeit, 20.04.2026, 16:31 Uhr

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