Graf Oeynhausen plant den "Kurpark 2030"
Bildquelle: WDR / NiermannWDR. 5 Min. 8 Sek.. Verfügbar bis 02.09.2028.
"Damit sind wir wahrscheinlich der größte Kurpark Deutschlands", sagt Marcus Graf von Oeynhausen-Sierstorpff und blickt über die weitläufigen Rasenflächen des Gräflichen Parks, "so um die 160 Hektar." Mit dem Finger malt er einen großen Kreis in die Luft. "Ich glaube, das wird eine Mega-Attraktion, der äußere Rundweg ist sieben Kilometer lang."
Langfristige Planung für den Park
Mit dem Golfkart fährt Graf Oeynhausen durch die große Parkanlage, die er seit seiner Kindheit kennt. Seine Familie ist seit Jahrhunderten in Bad Driburg tätig und eng mit der Entwicklung der Stadt und des Heilbads verflochten. "Es ist eine Verantwortung, wir haben inzwischen rund 1.500 Mitarbeiter", sagt Marcus Graf von Oeynhausen-Sierstorpff.
Marcus Graf von Oeynhausen-Sierstorpff möchte den Gräflichen Park weiterentwickeln.
Bildquelle: WDR / NiermannZur Unternehmensgruppe gehören der Gräfliche Park, aber auch vier Reha-Kliniken. Er selbst sei die siebte Generation, der achten wolle er "ein Erbe, eine gute Substanz" hinterlassen. Auch deshalb plant Graf Oeynhausen, etwa 30 Millionen Euro zu investieren: "Druck ist es insofern, dass man sich wünscht, es möglichst gut an die nächste Generation zu übergeben."
Tourismus wichtig für Bad Driburg
Der Tourismus ist für Bad Driburg ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Im Kreis Höxter gab es 2025 knapp 1,2 Millionen Übernachtungen, mit 688.620 entfielen die meisten davon auf Bad Driburg. Nun möchte Graf Oeynhausen den Standort langfristig weiterentwickeln und fit für die Zukunft machen: "Ich habe es Kurpark 2030 genannt."
Im Frühjahr wurde das erneuerte Konzept für den Kurpark 2030 im Rat vorgestellt und diskutiert. Denn den Plänen für das Parkgelände muss auch die Stadt Bad Driburg teilweise zustimmen. Für die Erweiterung des Golfplatzes fehlt noch der Beschluss der Bezirksregierung Detmold.
Im Gräflichen Park liegen ein Wellnesshotel und mehrere Restaurants.
Bildquelle: WDR / NiermannGrößerer Golfplatz und Fußball-Trainingslager
Im Zentrum der Pläne steht die Integration des Golfplatzes in das Park-Gelände. Jahrzehntelang war die Fläche an einen Golfclub verpachtet. "Wir wollen das Thema Gesundheit machen und das Thema Sport herholen", sagt Graf Oeynhausen. Dadurch könnte Bad Driburg interessanter für Golf-Spielerinnen und -Spieler werden.
Und auch neue Sportanlagen für Padel-, Tennis und Pickelball gehören zum Plan. Graf Oeynhausen steigt aus dem Golfkart und geht ein paar Schritte und deutet auf eine grüne Rasenfläche. Hier sollen zwei Fußballfelder entstehen, die den FIFA-Vorgaben genügen: "Wir wollen namhaften Fußballmannschaften eine Location für Trainingscamps bieten", sagt Graf Oeynhausen.
Unsere Quellen:
- Gespräch mit Marcus Graf von Oeynhausen-Sierstorpff
- Ratsinformationssystem Bad Driburg
- Präsentation "Kurpark 2030"
- Beherbergungsstatistik IT.NRW
Sendung: WDR.de, Graf Oeynhausen plant den "Kurpark 2030", 02.09.2026, 05:03 Uhr
