Bad Oeynhausen: Anklage gegen Führungskräfte von Betreuungseinrichtung
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Ehemalige Führungskräfte der Diakonischen Stiftung Wittekindshof in Bad Oeynhausen müssen sich im kommenden Jahr vor Gericht verantworten. Sie sollen Menschen mit Behinderungen unter anderem eingesperrt und misshandelt haben.
Drei Jahre hat das Landgericht Bielefeld die Anklage geprüft und jetzt überwiegend zugelassen. Der ehemalige Leiter, seine Stellvertreterin und zwei weitere ehemalige Führungskräfte sollen Bewohner des Wittekindshofs in Bad Oeynhausen bei Regelverstößen bestraft haben.
Eingesperrt, fixiert und misshandelt
Die Menschen mit Behinderungen sollen eingesperrt, fixiert oder auch mit Tränengas misshandelt worden sein. Die Taten sollen sich zwischen 2014 und 2019 zugetragen haben.
Die Menschen sollen in einem sogenannten "Time-Out-Raum" oder im eigenen Zimmer eingesperrt worden sein. Laut Landgericht wurden ihnen die Tür-Chips wegenommen, sodass die Bewohner die Wohngruppen nicht verlassen konnten. Hinzu kamen diverse Fixierungsmaßnahmen.
Prozessstart noch unklar
Wann der Prozess startet, steht noch nicht fest. Die Vorwürfe sind seit 2019 bekannt. Angehörige brachten den Skandal ans Licht. Die Angeklagten sind nicht mehr bei der Diakonischen Stiftung Wittekindshof tätig.
Unsere Quellen:
- Landgericht Bielefeld
Sendung: WDR.de, Anklage gegen Führungskräfte von Betreuungseinrichtung in Bad Oeynhausen, 18.12.2025, 18:26 Uhr