Der große Schieber ist geöffnet. Wasser strömt in die Außengräfte. Es wird einige Tage dauern, bis der kleine Fluss "Vischering-Stever" die Gräfte wieder aufgefüllt hat. Noch wirkt diese, wie eine Mondlandschaft. Doch das soll sich bald ändern.
In vergangenen Jahren gab es hier schwere Zeiten für Wasservögel, Fische und andere Lebewesen. Die Gräfte heizte sich zu stark auf, Sauerstoff wurde knapp und auch problematische Krankheitserreger rafften viele Tiere dahin. Bewuchs und Schlamm verhinderten Frischwasserzufuhr.
Gräfte der Burg wurde erneuert
An der Burg Vischering soll eine Sumpflandschaft entstehen.
Bildquelle: WDR/ Markus HoltrichterMehr als eine Million Euro haben Bundesumweltministerium und der Kreis Coesfeld nun investiert, um das Problem anzugehen. Die Außen-Gräfte wurde ausgebaggert, neu modelliert. Hier sollen nun eine flache Sumpflandschaft, aber auch ein tieferer Wasserbereich für größere Fische entstehen.
Vorsorge für heiße Sommer
Die Gräfte wird dann permanent mit Frischwasser versorgt. Und eine Belüftungsanlage soll dafür sorgen, dass die Wasserqualität gut bleibt. Das würde ein erneutes Massensterben von Tieren und Pflanzen wohl verhindern. Unter anderem Enten waren von lebensbedrohlichen Erregern betroffen.
Trockenlegung sorgt für Beschwerden
Viele Menschen waren dabei, als sich der Schieber öffnet.
Bildquelle: WDR/ Markus HoltrichterSchon 2022 wurde die Gräfte trockengelegt. Viele Menschen aus Lüdinghausen und auch Besucher der Burg hatten kein Verständnis dafür. Viele fragten sich, warum es so lange dauert, bis die Arbeiten an der Burg beginnen. Sie beschwerten sich unter anderem bei der Stadt Lüdinghausen über die Situation. Hunderte Menschen waren nun bei der Flutung live dabei.
Unsere Quellen:
- Eindrücke vom Reporter bei der Flutung
- Stadt Lüdinghausen
- Kreis Coesfeld
Sendung: WDR.de, "Wasser marsch" an der Burg Vischering in Lüdinghausen, 01.03.2026, 16:35 Uhr