Kirmespreise werden immer an Autoscooter, Bratwurst und Bier gemessen und "diese Preise bleiben dieses Jahr stabil", sagt Bethel Thelen, der Vorsitzende der Paderborner Schausteller. Auch wenn die Marktbeschicker selbst deutlich mehr für Diesel, Strom und Lebensmittel ausgeben müssen.
Urlaub auf Libori statt auf Malle
Die Schausteller rechnen in diesem Jahr mit einem zusätzlichen Gäste-Plus. Sie denken, dass viele Menschen wegen der hohen Kosten auf eine Sommerreise verzichten und Libori stattdessen als Urlaub vor der eigenen Haustür nutzen.
Die meisten Schausteller sind schon angereist. Sie bauen jetzt bis zum Start am Samstag, den 25. Juli, alle Kirmesbuden und die mehr als 20 Fahrgeschäfte auf. Am Sonntag wird Bundeskanzler Friedrich Merz beim traditionellen Libori-Mahl eine Festrede halten.
Das große Libori Festzelt wird noch aufgebaut.
Mit prognostizierten 1,5 Millionen Besuchenden insgesamt stellt sich Paderborn auf eine volle Innenstadt ein. Auf die durchschnittlich 70.000 Gäste pro Tag blicken auch Einzelhandel und Gastronomie mit hohen Erwartungen. Sogar das Wetter soll in diesem Jahr mitspielen.
Ein Volksfest mit kirchlichen Wurzeln
Libori hat einen kirchlichen Ursprung. Im Jahr 836 wurden die Gebeine des heiligen Liborius aus dem französischen Le Mans nach Paderborn gebracht, um den dortigen Dompatron zu ehren.
Aus dieser Reise entstand das mehrtägige Volksfest mit seinen feierlichen Prozessionen im Paderborner Dom, um das herum das bunte Kirmestreiben im Laufe der Jahrhunderte gewachsen ist.
Die Bruderschaft der Schreinträger trägt den Liborischrein in den Paderborner Dom
Unsere Quellen:
- Reporter bei der Libori-Pressekonferenz
- Eindrücke vom Aufbau vor Ort
Sendung: WDR 2 Ostwestfalen-Lippe, Lokalzeit, 15.07.2026, 13:30 Uhr