Schülerinnen starten Petition für mehr Sicherheit an Bahnübergängen

Lokalzeit Münsterland 25.07.2025 02:30 Min. Verfügbar bis 25.07.2027 WDR Von Dennis Burk

Schülerinnen starten Petition für mehr Sicherheit an Bahnübergängen

Stand:

Schülerinnen aus Dülmen wollen, dass keine tödlichen Unfälle mehr passieren. Sie sammeln Unterschriften für sichere Bahnübergänge.

Vor rund einer Woche hat Jolina Fliß (17) ihren Onkel an dem unbeschrankten Bahnübergang verloren – jetzt sei Schluss. Gemeinsam mit ihrer Freundin Angelina Green (16) startet sie eine Petition.

Schranken für mehr Sicherheit

Die Gedenkstätte

Die Gedenkstätte am Bahnübergang erinnert an den tragischen Unfall.

Nach einem tödlichen Unfall an dem Bahnübergang in Dülmen fordern die beiden Schülerinnen Maßnahmen: Eine Schranke an den Bahngleisen für mehr Sicherheit. Vor rund einer Woche war ein 50-jähriger Radfahrer mit dem Zug kollidiert und ist ums Leben gekommen.

"Ich bin vom dem Unfall immer noch geschockt. Ich finde es sehr gefährlich, weil da keine Schranken sind. Wenn ich darüber laufe, habe ich auch Angst, dass mich ein Zug trifft", sagt die 17-jährige Jolina.

Zug macht sich durch Hupen bemerkbar

Aktuell ertönt ein lautes Warnsignal, bevor der Zug den unbeschrankten Bahnübergang passiert. Die beiden Freundinnen sagen, das reiche nicht. "Viele haben heutzutage Kopfhörer auf oder sind abgelenkt. Niemand hat es verdient, deswegen sein Leben zu verlieren", so die 16-jährige Angelina.

Über 900 Unterschriften gesammelt

Sie haben deshalb eine Petition gestartet und sammeln Unterschriften. Über 900 sind bereits zusammengekommen und sie hoffen, dass es noch mehr werden.

"Wir sind ja sehr jung und können nicht viel verändern. Mit der Petition wollen wir uns Unterstützung holen", sagt Angelina.

Die jungen Frauen wenden sich an den Bürgermeister

Bürgermeister Carsten Hövekamp

Beim Treffen mit dem Bürgermeister der Stadt Dülmen Carsten Hövekamp

Auch ein Treffen mit dem Bürgermeister der Stadt Dülmen Carsten Hövekamp fand bereits statt. Er ist von dem Engagement der Schülerinnen beeindruckt. Dennoch: Die Zuständigkeit liege bei der Deutschen Bahn. "Wir wollen mit den Jugendlichen zusammen die Deutsche Bahn an den Tisch holen, damit sich so etwas nicht mehr widerholt."

Für Jolina Fliß und Angelina Green ist aber klar, an dem Bahnübergang in Dülmen müsse sich dringend etwas ändern.

Unsere Quellen:

  • Eindrücke der WDR-Reporterin vor Ort
  • Stadt Dülmen
  • Gespräch mit den Schülerinnen Jolina Fliß und Angelina Green

Über dieses Thema berichten wir am 25.07.2025 im WDR-Fernsehen in der Lokalzeit Münsterland um 19:30 Uhr.

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