Coesfeld: Schweinezüchter fordern neue Förderprogramme
Bildquelle: WDR / Florian DolleLokalzeit Münsterland. 22.10.2025. 43 Sek.. Verfügbar bis 22.10.2027. WDR.
Der Frust sitzt tief in der Landwirtschaft, sagt Hubertus Beringmeier. Der Präsident des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbandes hat am Mittwoch mit Bauern, Politikern und weiteren Branchenkennern über die Zukunft der Schweinezucht diskutiert. Mahnend sagt Beringmeier, viele Züchter hätten bereits aufgegeben.
Beim Treffen des Deutschen Bauernverbandes geht es um drei Kernforderungen: Zum einen müsse es neue Förderprogramme geben, damit Landwirte ihre Ställe tiergerecht umbauen könnten. Genehmigungen von Neu- und Umbauten müssten schneller gehen. Und sowieso müsse die Politik endlich ernst machen in Sachen Bürokratieabbau.
Teure gesetzliche Vorgaben
Schweinehalter Michael Uckelmann fordert Unterstützung
Bildquelle: Markus Holtrichter/ WDRLandwirt Michael Uckelmann aus Dülmen berichtet beispielsweise, vor welchen Herausforderungen er nun steht: Um seine Ställe in den kommenden Jahren nach den gesetzlichen Vorgaben umzubauen und zu vergrößern, rechnet Uckelmann mit Investitionskosten von mindestens einer Million Euro.
Dieses Geld, sagt Uckelmann, könne er mit dem Verkauf von Ferkeln und Schweinen gar nicht verdienen. Daher sei es unerlässlich, dass der Bund neue Förderprogramme auflege, nachdem zuletzt ein Programm für den Umbau von Ställe vorzeitig ausgelaufen ist. Diese Streichung sei ein Schlag ins Gesicht.
Einzelhändler mit Treueschwur
Der Bauernverband hatte aber auch Positives zu berichten: So hätten Vertreter aus dem Deutschen Lebensmitteleinzelhandel zugesichert, auch weiter größtenteils auf die heimische Fleischproduktion setzen zu wollen. Ein wichtiges Signal für die Erzeuger. Sie können mit der Konkurrenz im Ausland preislich oft nicht konkurrieren.
Unsere Quellen:
- Deutscher Bauernverband
- Westfälisch-Lippischer Landwirtschaftsverband
- Reporter vor Ort