WDR. 00:27 Min.. Verfügbar bis 24.04.2028.
Gutachten der Uni Bonn : Abgetrennter Kopf gehört getöteter 32-Jährigen
Stand:
Nach dem Fund eines menschlichen Schädels im Kreis Olpe vor zwei Wochen steht jetzt fest, dass der Kopf zu einer im November getöteten 32-Jährigen gehört. Das hat nach Angaben der Bonner Polizei ein DNA-Gutachten ergeben.
Der Schädel war am 11. April nahe der A4 in einem Waldstück bei Wenden im Kreis Olpe gefunden worden. Teilnehmer einer Müllsammelaktion hatten ihn in einer Plastiktüte entdeckt.
Der DNA-Abgleich im Institut für Rechtsmedizin der Universität Bonn hatte einige Zeit in Anspruch genommen, weil der Schädel bereits stark verwest war.
Ermittlungen einer Bonner Mordkommission dauern an
Ob die Untersuchung den Ermittlern auch Anhaltspunkte für die Todesursache geliefert hat, dazu machte die Bonner Polizei bislang keine Angaben.
Der Fall der toten Frau aus Eritrea hatte Ende 2025 für Bestürzung gesorgt. Unweit des Fundortes des Kopfes waren Mitte November bereits ihre abgetrennten Hände auf der Autobahn gefunden worden. Durch die Fingerabdrücke hatten die Ermittler sie der 32-Jährigen zuordnen können.
Baby lag in Kinderwagen vor Kloster
Das drei Monate alte Baby des Opfers hatte jemand in einem Kinderwagen vor einem Kloster in Hessen abgestellt. Der Säugling war unverletzt.
Die Leiche der Frau, die zuletzt in einer Flüchtlingsunterkunft in Bonn gelebt hatte, war dann Anfang Dezember in einem Wald in Rheinland-Pfalz entdeckt worden.
Lebensgefährte schweigt zu den Vorwürfen
Tatverdächtig ist ihr 41 Jahre alter Lebensgefährte. Er sitzt seit gut zwei Monaten wegen des Verdachts des Totschlags in Deutschland in Untersuchungshaft, nachdem er zuvor aus Äthiopien ausgeliefert worden war. Bislang schweigt er zu den Vorwürfen.
Unsere Quellen:
- Polizei Bonn
Sendung: WDR 2 Rheinland, Lokalzeit, 24.04.2026, 13.31Uhr
Sendung: WDR Fernsehen, Lokalzeit Bonn, 24.04.2026, 18:09 Uhr