Second-Hand für Kindersachen
Bildquelle: WDR/Nastaran AmirhajiWDR. 3 Min. 1 Sek.. Verfügbar bis 02.09.2028.
Es ist kurz vor zehn Uhr in Bottrop. Vor dem neuen Geschäft Flohkids hat sich bereits eine lange Schlange gebildet. Die Kundschaft: Eltern, die gebrauchte Sachen für ihre Kinder ergattern wollen. Als die Türen öffnen, laufen alle schnell rein - auf der Suche nach den besten Schnäppchen.
Flohkids in Bottrop: Gebrauchte Kindersachen zum kleinen Preis
Talea Koch ist begeistert von dem neuen Geschäft in Bottrop. Sie kauft hier gebrauchte Sachen für ihre Zwillingsmädchen.
Bildquelle: WDR/Nastaran AmirhajiUnd davon gibt es in dem neuen Ladenlokal jede Menge. Talea Koch ist eine der ersten Kundinnen an diesem Morgen. "Ich gucken für meine Zwillingsmädchen nach Kleidung und Spielzeug. Die beiden haben nächsten Monat Geburtstag, da kam die Eröffnung ganz passend", sagt sie und stöbert fleißig in den Regalen.
Regal mieten statt Trödelmarkt: So funktioniert der Verkauf bei Flohkids
Anstatt Stände wie auf einem Trödelmarkt können Verkäufer hier ein ganzes Regal mieten. 294 Regale gibt es insgesamt. Für sieben Tage zahlt man zum Beispiel 26 Euro, für vier Wochen 86 Euro. In der Mietzeit kann man das Regal jederzeit bei Bedarf auffüllen. Und das machen auch Carina Sembritzki und ihr Mann Mario.
Sie tragen gerade einen Karton nach dem nächsten in das neue Geschäft in Bottrop. Der Inhalt: Gebrauchte Kindersachen, die ihrer Tochter nicht mehr passen. Für vier Wochen haben die beiden ein Regal bei Flohkids gemietet und möchten so gut Gebrauchtes loswerden. Sie erhoffen sich von dem gemieteten Regal vor allem Zeit zu sparen.
"Wir sind sonst viel auf Trödelmärkten unterwegs, da verbringt man dann einen ganzen Tag fürs Packen und auch vor Ort einen Tag", erklärt Carina Sembritzki. Hier muss sie ihre Artikel lediglich selbst etikettieren und das Regal befüllen. Den Verkauf übernimmt das Flohkids-Team rund um Sarah Degen.
Flohkids Bottrop eröffnet im Franchise: Großer Andrang auf den neuen Kinderflohmarkt
Sie hat das Flohkids-Konzept bereits in anderen deutschen Städten kennengelernt und betreibt jetzt in Bottrop einen eigenen Laden nach dem einen Franchise-Prinzip. "Ich habe das Konzept in der Elternzeit entdeckt und mir gedacht, dass so etwas im Ruhrgebiet fehlt. Ich habe meinen sicheren Job bei der Stadt gekündigt und bin in die Selbstständigkeit gegangen."
Sarah Degen betreibt den neuen Flohkids-Laden und freut sich über den Riesen Ansturm zur Eröffnung.
Bildquelle: WDR/Nastaran AmirhajiNur wenige Tage nach der Eröffnung ist sie schon stolz auf diesen Schritt. "Ich habe nicht mit einem solchen Ansturm gerechnet. Am Wochenende mussten wir den Einlass zeitweise stoppen, weil so viele Menschen rein wollten", so Degen. Als Inhaberin behält sie eine Verkaufsprovision von 17 Prozent ein.
Talea Koch ist inzwischen fündig geworden. Mit einem Stapel Anzieh und Spielsachen für kleine Mädchen steht sie zufrieden an der Kasse an. "Ich habe auch schon ein Regal gemietet, um die Sachen, die wir nicht mehr brauchen, hier weiterzuverkaufen."
Unsere Quellen:
- Gespräch mit Kunden, Verkäufern und Inhaberin von Flohkids Bottrop
- Beobachtungen der WDR-Reporterin vor Ort
Sendung: WDR.de, Second-Hand für Kindersachen, 03.09.2026, 05:03 Uhr
