Kinder ohne Aufsicht im Wasser: Duisburger Badeaufsichten schlagen Alarm
Ein kurzer Blick aufs Smartphone, eine Nachricht, ein Foto für die sozialen Netzwerke und schon ist das Kind aus den Augen. Duisburger Bäder beobachten immer wieder, dass Eltern ihre Kinder nicht ausreichend im Blick haben.
Dabei unterschätzen viele die Gefahr. Kleine Kinder können bereits in flachem Wasser in Not geraten. Ertrinken verläuft oft still und ohne Hilferufe. Genau deshalb reicht schon ein kurzer Moment der Ablenkung.
Nur wenige Sekunden bis zum Tod
Wie schnell es kritisch werden kann, zeigen auch die Warnungen vieler Bäder. So weisen Schwimmbäder bundesweit darauf hin, dass Kinder "binnen 20 Sekunden lautlos ertrinken können".
Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) warnt, dass Wasser auf Kinder eine enorme Anziehungskraft ausübt. Gefahren könnten sie aber oft noch nicht richtig einschätzen. Kinder würden häufig "risikoreicher, ahnungsloser und unbekümmerter" handeln als Erwachsene.
"Die Aufsichtspflicht bleibt immer bei den Eltern auch wenn Bademeister am Beckenrand stehen", macht die Stadt Duisburg deutlich. Die Aufsichten überwachen den Badebetrieb, können aber nicht jedes Kind dauerhaft beobachten.
Die Botschaft ist eindeutig
An besonders heißen Tagen greifen Mitarbeitende immer wieder ein, wenn Kinder ohne erkennbare Aufsicht unterwegs sind. "In gravierenden Fällen wird ein Verweis aus dem Bad ausgesprochen, wenn Eltern ihrer Aufsichtspflicht nicht nachkommen und dadurch eine Gefährdung entsteht", teilte die Stadt Duisburg mit.
Die Botschaft der Badeaufsichten ist deshalb klar: Das Handy kann warten. Kinder am Wasser nicht. Denn manchmal entscheiden wenige Sekunden darüber, ob ein Sommertag unbeschwert endet oder in einer Tragödie.
Unsere Quellen:
- dpa
- Stadt Duisburg
- Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG)
Sendung: WDR.de, Duisburger Schwimmbäder ermahnen Eltern am Handy, 07.07.2026, 11:12 Uhr
