Der Fall der Lehrerin, die an einem Berufskolleg in Wesel tätig war, hatte im vergangenen Jahr Schlagzeilen gemacht und auch die Landespolitik beschäftigt.
Nun reichte die Lehrerin eine Klage gegen die Bezirksregierung Düsseldorf ein. Das bestätigte das Verwaltungsgericht Düsseldorf, bei dem die Klage am 29. Juni eingegangen ist, dem WDR. Nun müsse die Bezirksregierung dazu Stellung nehmen und ihre Akten vorlegen. Zuerst hatte der "Spiegel" berichtet.
Wann mit einer Entscheidung des Gerichts zu rechnen ist, sei noch nicht absehbar. Bis dahin erhält die Beamtin laut "Spiegel" weiter ihre vollen Bezüge.
Duisburger Lehrerin hat seit 2009 nicht unterrichtet
Die Pädagogin war zuletzt 2009 regulär im Schuldienst tätig und meldete sich danach immer wieder mit Attesten wegen eines psychischen Leidens krank.
Immer wieder ließ sie sich krankschreiben, ohne dass das Land eingriff und eine amtsärztliche Untersuchung einforderte. Gegen die Lehrerin und einen Mitarbeiter der zuständigen Bezirksregierung Düsseldorf wurden deshalb Disziplinarverfahren eingeleitet.
Ermittlungen wegen Betrug
Darüber hinaus ermittelt die Staatsanwaltschaft Duisburg gegen die Lehrerin wegen Betrugs. Im März hatten Ermittler ihre Wohnung durchsucht.
Nach damaligen Angaben bestehe der Verdacht, dass sie ihre Dienstunfähigkeit vorgetäuscht und während ihrer Krankschreibung als Heilpraktikerin gearbeitet habe.
Unsere Quellen:
- Nachrichtenagentur dpa
- Berichterstattung des "Spiegel"
- WDR-Berichterstattung
Sendung: WDR.de, Lehrerin seit fast 17 Jahren krankgeschrieben, 21.07.2026, 19 Uhr