Heiße Nacht: 100.000 Besucher bei der ExtraSchicht

WDR 15:09 Min. Verfügbar bis 11.03.2037

ExtraSchicht 2026 100.000 Besucher bei heißer Nacht der Industriekultur

Stand:

18 Städte, 40 Spielorte - die ExtraSchicht hatte einiges zu bieten. Doch vielen war es wohlmöglich zu heiß, es war nicht so voll wie sonst. 100.000 Besucher kamen trotzdem. Jetzt gibt es einen Fotowettbewerb für alle.

"Es war keine laue Sommernacht, es war eine heiße." Projektkoordinatorin Kirsten Gerdes von Ruhr Tourismus ist nicht überrascht, dass in diesem Jahr deutlich weniger Besucher und Besucherinnen bei der ExtraSchicht im Ruhrgebiet waren. Bei tropischen Temperaturen haben viele darauf verzichtet, sich auf den Weg zu machen - zur Nacht der Industriekultur. Für die, die da waren, hat es sich gelohnt.

"Diese Nacht steht für das, was nur das Ruhrgebiet so gut kann: Vergangenheit und Zukunft verbinden." Axel Biermann, Ruhr Tourismus GmbH

ExtraSchicht startet Fotowettbewerb

Mit der ExtraSchicht vom Wochenende ist es aber noch nicht zu Ende. Am Montag, 29.06.2026, startet der Fotowettbewerb, der die Eindrücke der Nacht noch einmal in Bildern sammelt. Gesucht werden Perspektiven, die die besondere Atmosphäre dieser Stunden einfangen.

Einsendungen sind vom 29. Juni bis 5. Juli möglich. Mehr Infos gibt es hier:

Das bot die ExtraSchicht 2026

Im Landschaftspark Duisburg-Nord gab es auf dem Bunkervorplatz eine spektakuläre Motorrad-Show des Zirkus Flic Flac zu sehen. Meterhohe Sprünge durch die Industrielandschaft und waghalsige Manöver in der sogenannten Todeskugel. Zudem gab es bei der ExtraSchicht bis tief in die Nacht viel Bühnenprogramm. Mit BigBand, Konzerten und Comedy-Show.

Ein Motorrad-Artist steht hoch in der Luft. Im Hintergrund sieht man Teile des Landschaftspark Duisburg-Nord.

Mit waghalsigen Sprüngen begeisterte bei der ExtraSchicht im Landschaftspark Duisburg-Nord die Motorbike-Show der Artisten von Flic Flac.

Wasser und Hitze in Hattingen

Im LWL-Museum Henrichshütte in Hattingen gab es ein Wasserfest. Viel passender hätte man das Motto bei Temperaturen um 35 Grad am Abend nicht wählen können. In einem Wassercafé durften Besucher und Besucherinnen in einer bespielten Installation verschiedene Sorten Wasser genießen.

Ein Mann in einem Wasserläufer-Kostüm steht auf Stelzen und schaut in die Kamera. Im Hintergrund sind Gebäude der Henrichshütte zu sehen.

Wassertänzer auf Stelzen haben im LWL-Museum Henrichshütte in Hattingen Besucher und Besucherinnen verzaubert.

Auf dem Gelände waren außerdem Wassertänzer in bunten Kostümen und auf Stelzen unterwegs, um die Besucher zu verzaubern und auch um als wunderschönes Fotomotiv in traumhafter Industriekulisse herzuhalten.

Zwei Männer gießen im LWL-Museum Henrichshütte in Hattingen flüssiges Aluminium in eine Form, Zuschauer stehen drumherum.

Draußen heiß, drinnen noch heißer - 800 Grad heißes Aluminium wird in im LWL-Museum Henrichshütte Hattingen gegossen.

Wem die hohen Temperaturen draußen nicht genug waren, der konnte seine Schweißdrüsen beim Show-Gießen auf die Probe stellen. 800 Grad heißes und glühendes Aluminium wurde unter den faszinierten Augen der Besucher in Formen gegossen. Erfahrene und ehemalige Mitarbeiter der Hütte ließen die Gäste der Extraschicht an ihren Erfahrungen teilhaben und zeigten ihnen, wie Alugießen in Handarbeit funktioniert.

Doppeltes Jubiläum bei ExtraSchicht in Hamm

Das CreativRevier Heinrich Robert in Hamm feierte mit der ExtraSchicht auch gleich ein doppeltes Jubiläum: 800 Jahre Stadt Hamm und 125 Jahre Zeche Heinrich Robert. Auf dem ganzen Gelände war viel los: ehemalige Kumpel führten durch die alte Zeche und erzählten von ihrem Arbeitsalltag damals. Bei einer Zugfahrt wurde das riesige Areal auch noch aus einer anderen Perspektive erlebbar.

Artistin Anna Abrams hängt waagerecht an einem Vertikalseil von der Decke der Lohnhalle.

Artistin Anna Abrams beeindruckt am Vertikalseil in der Lohnhalle im CreativRevier Heinrich Robert in Hamm.

Rund um den Hammerkopfturm gab’s viel Programm: Livemusik, Feuershows und Tanz. In der alten Lohnhalle verzaubert Artistin Anna Abrams das Publikum mit atemberaubender Vertikalseil-Artistik. Der Höhepunkt: das große Feuerwerk um 22.45 Uhr mit anschließender Aftershowparty bis in die Nacht.

Den Bergbau in Moers lebendig halten

Und auch in Moers wurde das industriekulturelle Erbe gefeiert. Auf Rheinpreussen Schacht IV. Mit dem Bergknappenverein und Spielmannszug Geldern, einer Werksbustour oder auch einem Ritt auf dem Grubenfahrrad.

Zwei Besucherinnen sitzen auf einem Grubenfahrrad. Ein Mann mit Schutzhelm schaut zu.

Besucherinnen probieren bei der ExtraSchicht in Moers das Grubenfahrrad aus.

In Moers soll der Bergbau lebendig gehalten werden. Das Herz schlägt für die Bergbaugeschichte vor Ort - genau das wollte man den Besuchern und Besucherinnen mit auf den Weg geben.

Musik von der Nautilus und die Welt von Jules Verne

Ein bisschen weiter östlich, im Bernepark in Bottrop war das Thema "Die Welt von Jules Verne". Mit Theater, einer Feuershow und natürlich der passenden Musik zum Thema: der One-Man-Band Nautilus. Stilecht im fahrbaren Mini-U-Boot.

Ein Mann steht auf seiner Miniatur-Nautilus und spielt Musik.

Die One-Man-Band Nautilus bei der ExtraSchicht im Bernepark in Bottrop.

Zwischen industrieller Kulisse und der Fantasie entstand in Bottrop ein Steampunk-Szenario, das die Besucher auf ein Abenteuer und eine Entdeckungsreise schickte. Aber stilecht lief an der Wurstbude dazwischen dann natürlich auch "Currywurst" von Herbert Grönemeyer.

Das Ruhrgebiet feiert mit der ExtraSchicht sein Erbe

Insgesamt waren bei der ExtraSchicht in diesem Jahr 18 Städte dabei, an 40 Spielorten konnten die Gäste, die den Temperaturen getrotzt haben, ein buntes, interessantes und abwechslungsreiches Programm erleben. Und das machen, was den Koordinatoren und Veranstaltern wichtig ist: das industriekulturelle Erbe des Ruhrgebiets feiern.

So war die ExtraSchicht 2026

WDR 28.06.2026 00:40 Min. Verfügbar bis 27.06.2028 WDR Online

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Unsere Quellen:

  • WDR-Reporter und Reporterinnen vor Ort in Hattingen, Hamm, Moers, Duisburg und Bottrop
  • Gespräch mit der Projektkoordinatorin von Ruhr Tourismus
  • Homepage der ExtraSchicht

Sendung: WDR Fernsehen, ExtraSchicht - Die längste Nacht im Ruhrgebiet, 28.06.2026, 16.15 Uhr

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