Illegal entsorgter Müll in Breckerfeld: Hinweise auf mögliche Täter?
Bildquelle: WDR/Dirk PlanertLokalzeit aus Dortmund. 09.01.2026. 2 Min. 49 Sek.. Verfügbar bis 09.01.2028. WDR. Von Dirk Planert.
Im Dezember hatten Unbekannte zwei LKW-Ladungen Bauschutt in einem Wald bei Breckerfeld illegal entsorgt. Reste eines Kamins, Kartons und Handschuhe. Jetzt gibt es Hinweise auf mögliche Täter: Ein WDR-Zuschauer meldete sich bei der Redaktion. Er würde den Bauschutt erkennen. Es stamme von einem ehemaligen Pförtnerhäuschens eines Gevelsberger Unternehmens.
Als Beweis dafür schickt der Zuschauer Fotos. Zu erkennen: eine markante blaue Farbe auf den Gebäudeteilen.
Jäger findet Adresse im Bauschutt
Das Bild zeigt das abgerissene Pförtnerhäuschen
Bildquelle: PrivatDie Abrissarbeiten soll ein Hagener Garten- und Landschaftsbauer durchgeführt haben. Und auch in dem Bauschutt gibt es Hinweise. Auf Kartons war eine Adresse zu lesen. Die hatte Jäger Detlef Faust in dem Bauschutt entdeckt. Die Adresse führt ebenfalls zu dem Hagener Unternehmer. Der Mann bestätigt dem WDR, das Pförtnerhäuschen abgerissen zu haben.
Er will zunächst eine Ladung Bauschutt zu einem Hagener Entsorger gebracht haben. Quittungsbelege darüber habe er nicht. Später behauptet der Mann, der gesamte Abrissschutt läge noch bei seinem Auftraggeber. Er selbst habe nichts abtransportiert.
Dann die nächste Wendung: Der Garten- und Landschaftsbauer macht ein Angebot. Wenn der illegal entsorgte Schutt auf seinen Lkw passen würde, dann würde er die Strafe bezahlen.
Firma bestreitet, dass Schutt von eigenem Gelände stammt
Bauschutt-Reste auf dem Gelände der Gevelsberger Firma
Bildquelle: WDRDie WDR-Recherchen führen auch zu dem Gevelsberger Unternehmen, bei dem das Pförtnerhäuschen mit dem blauen Anstrich stand. Der Geschäftsführer, der anonym bleiben will, möchte keine Aufnahmen auf dem Betriebsgelände, erlaubt aber das abgerissene Häuschen und den Rest Bauschutt zu filmen.
Er sei aber sicher, dass der abgekippte Bauschutt nicht von seinem Pförtnerhäuschen stamme. Schriftlich teilt er mit: "Eine Hinwegnahme von Material ist mir nicht bekannt. Um sachdienlich zu handeln haben wir intern den Betriebsleiter und eine Vielzahl von Mitarbeitern befragt. Niemand hat ein Verladen von Baumassen gesehen."
Regionalverband könnte auf Kosten sitzen bleiben
Im Zentrum der Ermittlungen steht jetzt aber der Garten- und Landschaftsbauer, der den Abrissauftrag hatte. Ermittelnde Behörde ist der Landesbetrieb Wald und Forst. Entweder die Indizien reichen aus, dann drohen dem Mann 5.000 Euro Entsorgungskosten und ein Bußgeld.
Oder nicht, dann bleibt der Grundstückseigentümer, der Regionalverband Ruhr, selbst auf den Kosten sitzen.
Unsere Quellen:
- WDR-Recherchen
- Regionalverband Ruhr
- Landesbetrieb Wald und Holz NRW
Sendung: WDR.de, Illegal entsorgter Müll in Breckerfeld: Hinweise auf mögliche Täter?, 09.01.2026, 17.45 Uhr.