Bei dem Kreisliga-Derby zwischen dem SC Victoria Ickern II und der SG Castrop-Rauxel kam es in der zweiten Spielhälfte zu einer Rudelbildung. Kurz darauf hat der Beschuldigte seinem Gegenspieler mit den Stollen brutal ins Gesicht getreten, als dieser schon am Boden lag.
Das Opfer hat daraufhin das Bewusstsein verloren. Das Fußballspiel wurde abgebrochen. Der Beschuldigte hat jetzt die Höchststrafe bekommen.
Urteil nach mündlicher Verhandlung
Am Dienstagabend gab es eine mündliche Verhandlung vor dem Kreissportgericht. Die gibt es in der Form nur selten und bei besonderer Schwere, erklärt der Staffelleiter der Kreisliga B2/C2, Florian Gross.
Das Gericht hat die Höchststrafe verhängt: 8 Jahre Sperre für den Beschuldigten, deutschlandweit. Dabei gibt es keine Chance auf Bewährung, wegen der besonderen Schwere.
"Solche Personen gehören nicht in den Fußball." Florian Gross, Kreisliga-Staffelleiter
Opfer mittlerweile wieder gesund
Bei der Verhandlung wurde neben dem Verletzten auch der Schiedsrichter als Zeuge vernommen. Dem Opfer geht es mittlerweile wieder gut. Trotzdem wolle er "aus privaten Gründen" aufhören zu spielen.
Der bisherige Verein des Schuldigen, SG Castrop-Rauxel, muss wegen des Spielabbruchs 200 Euro Strafe bezahlen. Der Verein sei selbst geschockt und wolle sich von dem Spieler trennen.
Zudem habe die Tat voraussichtlich auch strafrechtliche Konsequenzen. Die Polizei ermittelt gegen ihn.
Unsere Quellen:
- Staffelleiter der Kreisliga B2/C2