Eine blonde junge Frau sitzt in einem Büro am Schreibtisch.

Im Kundencenter der GSW Kamen, Bönen, Bergkamen blieben Monitore heute schwarz.

Bildquelle: WDR/Christof Voigt

Nach Cyberangriff auf Stadtwerke Auch personenbezogene Daten betroffen

Stand:

Nach dem Cyberangriff Ende Juni auf die Gemeinschaftsstadtwerke Kamen, Bönen, Bergkamen gibt es neue Erkenntnisse. Demnach waren bei dem Angriff auch personenbezogene Daten betroffen.

Am 28. Juni starteten Hacker einen Cyberangriff auf die Gemeinschaftsstadtwerke. Nach der Attacke schalteten die GSW dann erstmal sämtliche Systeme ab. Das wirkte sich vor allem auf die Verwaltung aus: PCs funktionierten nicht, Überweisungen waren nicht möglich. Auch das Kundenportal war nicht zu erreichen. Ermittler versuchten zu rekonstruieren, was passiert war. Dabei stellten sie jetzt fest: Kriminelle erlangten durch den Cyberangriff auf die IT-Systeme der GSW auch Zugriff auf Kundendaten.

Die bisherigen Untersuchungen hatten ergeben, dass keine Kundendaten betroffen sind. Neueste Erkenntnisse der ermittelnden Behörden zeigen allerdings, dass ältere Datensicherungen – aus dem Jahr 2019 und teilweise aus dem Jahr 2017 - betroffen sein könnten. Die Daten wurden demnach für einen kurzen Zeitraum im Darknet zur Verfügung gestellt.

„Die Aufklärung des Vorfalls und unsere Verantwortung nehmen wir sehr ernst. Wir arbeiten dafür weiter intensiv und in enger Abstimmung mit den Ermittlungsbehörden und externen IT-Sicherheitsexperten zusammen. Die Aufarbeitung des Vorfalls und der Schutz der Daten unserer Kunden haben höchste Priorität“, erklärt GSW-Geschäftsführer Alexander Loipfinger. Aktuell gebe es keine Hinweise darauf, dass die betroffenen Kundendaten veröffentlicht, weitergegeben oder missbräuchlich verwendet wurden.

Im Zweifel Kontakt mit der Bank aufnehmen

Nach aktuellem Kenntnisstand könnten vor allem Daten wie Personen- und Kontaktdaten, also zum Beispiel Name und Vorname, Anschrift, E-Mail-Adresse usw., Kunden- und Vertragsdaten sowie Bankverbindungsdaten betroffen sein. Die Verantwortlichen der GSW empfehlen eine erhöhte Wachsamkeit und die regelmäßige Überprüfung der Kontobewegungen. Bei Auffälligkeiten sollten Kunden direkt mit ihrer Bank Kontakt aufnehmen.

Das raten die GSW ihren Kunden

  • Keine sensiblen Informationen aufgrund von E-Mails, SMS oder Telefonanrufen preisgeben
  • Niemals dieselben oder gleich lautende Passwörter für verschiedene Anwendungen nutzen
  • Keine Anhänge in Mails mit unbekanntem Absender öffnen

GSW verschicken entsprechende Briefe

In den kommenden Tagen sollen Kundinnen und Kunden ein persönliches Schreiben über die Risiken und Handlungsempfehlungen bekommen. Bei Fragen sollen sie sich per Mail an die GSW wenden.

Cyberangriff auf Stadtwerke GSW: Zugriff auf Kundendaten

WDR 24.08.2026 53 Sek. Verfügbar bis 23.08.2028

Unsere Quellen:

  • Pressemitteilung der GSW Gemeinschaftsstadtwerke GmbH Kamen, Bönen, Bergkamen

Sendung: WDR.de, Cyberangriff auf Stadtwerke GSW: Zugriff auf Kundendaten, 24.08.2026, 15:30 Uhr

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