Kleve: Hilft eine Wolfsattrappe gegen eine Krähenplage?

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Lokalzeit aus Duisburg 05.06.2025 2 Min. 35 Sek. Verfügbar bis 05.06.2027 WDR Von Michael Jung

Kleve: Hilft eine Wolfsattrappe gegen eine Krähenplage?

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In Kleve sollten Attrappen von Wölfen einen Maisacker vor den vielen dort lebenden Krähen bewachen. Hat das funktioniert?

Von Michael Jung

Für diesen Versuch hatte die Landwirtschaftliche Versuchsanstalt Haus Riswick in Kleve vier Plastikwölfe angeschafft. Sie werden im Netz für rund 60 Euro pro Stück als Vogelschreck angeboten. "Wir klammern uns an jeden Strohhalm", so Betriebsleiter Michael Berntsen.

Krähen lieben den Bio-Mais

Für die Krähen am Niederrhein ist der Bio-Mais auf dem Versuchsacker am Niederrhein eine Delikatesse. Aus bis zu acht Zentimeter Tiefe graben die intelligenten Vögel die Saatkörner aus.

Von den Wolfsattrappen ließen sie sich dabei jedoch kaum beeindrucken – obwohl die fast lebensgroßen Figuren aus der Ferne täuschend echt aussehen. Sie bewegen sich sogar im Wind.

Fazit: Tausende Euro Schaden

Michael Berntsen

Michael Berntsen ist enttäuscht von dem gescheiterten Versuch

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Das Ergebnis des Tests: Ein großer Teil des Ackers muss neu bestellt werden, weil die Krähen das Saatgut weggepickt haben. "Zwei bis drei Tage reichten den Vögeln, um erhebliche Schäden anzurichten", sagt Michael Berntsen.

Nun muss auf 2,7 Hektar des Feldes neu gesät werden. Das kostet mehrere tausend Euro. Er könne Landwirten die Wolfsattrappen als Krähenschreck "nicht unbedingt empfehlen", so der Betriebsleiter.

Die Versuchsanstalt nutzt den Mais als Futter für den eigenen Viehbestand. Konventionelles Saatgut könne mit einer Beize behandelt werden, die den Krähen nicht schmecke, erklärt Berntsen. Das verwendete Bio-Saatgut sei dagegen unbehandelt.

Ständig neue Methoden nötig

Neben den Wolfsattrappen wendet die Versuchsanstalt auch andere Methoden an, um die Krähen zu verscheuchen: Eine gasbetriebene Schreckschussanlage zum Beispiel.

Oder Raubvogelattrappen, die an einer acht Meter hohen Rute über dem Feld schwingen. "Wichtig ist, dass wir ständig neues aufstellen", sagt Berntsen. Nur so könnten die Krähenschwärme einigermaßen im Zaum gehalten werden.

Unsere Quellen:

  • Landwirtschaftliche Versuchsanstalt Haus Riswick Kleve
  • Beobachtungen und Recherche vor Ort

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