Waldwege in Altena katastrophensicher
WDR. 00:57 Min.. Verfügbar bis 24.07.2028.
Fünf Jahre nach dem Starkregen : Waldwege in Altena katastrophensicher
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Eine rot-weiße Schranke aus Metall sperrt im Wald in Werdohl etwas ab. Doch was eigentlich? Nur wer genau hinsieht bemerkt, dass hier einmal ein Wirtschaftsweg durch den Wald verlief. Einer, der genutzt wurde, um Baumstämme aus dem Wald abzutransportieren. Und um neue, junge Bäume zum Anpflanzen zu bringen.
Vor fünf Jahren hat der Starkregen den kleinen Bachlauf anschwellen lassen. Das Wasser bekam Kraft und Tempo, hat Geröll und schließlich einen großen Teil des Weges mit sich gerissen.
Bis heute sieht es hier aus, wie kurz nach dem Extremwetter. Gut 400 Kilometer Waldwege allein im Märkischen Kreis wurden zerstört. Erst die Hälfte ist nach fünf Jahren wieder hergerichtet.
Waldwege für Forstmaschinen und Rettungskräfte
Es geht nicht um Wanderwege für die Freizeit. Es geht um Wege, die dringend gebraucht werden. Damit Forstmaschinen darüber fahren können. Aber auch, damit Feuerwehrautos möglichst nah an Waldbrände heran kommen.
Moritz Bossong ist beim Regionalforstamt Märkisches Sauerland der Koordinator zur Bewältigung von Flutschäden.
Stabil müssen die Schotterwege sein, mit Querrinnen und Wasserabläufen an beiden Seiten. Damit beim nächsten starken Guss die Steine nicht wieder die Hänge hinab gespült werden.
Am Besten ist es natürlich, das Wasser im Wald zu halten, damit es gar nicht erst in die Bäche fließen kann. Moritz Bossong, Regionalforstamt Märkisches Sauerland
Die Arbeiten sind durchaus kompliziert. Nicht so sehr auf der technischen Seite. Aber es müssen Kommunen, Forstämter, Baufirmen, private Waldbesitzer und Fördermittelgeber unter einen Hut gebracht werden. Etwas mehr als die Hälfte der Wirtschaftswege in den Wäldern im Märkischen Kreis sind nun fertig. Bis 2030 soll auch noch der Rest geschafft sein.
Unsere Quellen:
- Regionalforstamt Märkisches Sauerland
- Stadt Altena
- Beobachtungen der Reporterin vor Ort
Sendung: WDR.de, Waldwege in Altena katastrophensicher, 24.07.2026, 18:06 Uhr
