Der Sparkasse ist der Betrug selbst aufgefallen.
Bildquelle: imago images/Rüdiger WölkWie die Sparkasse Iserlohn am Freitag auf Nachfrage mitteilt, sind zu Beginn des Jahres unautorisierte Buchungen auf Kundenkonten aufgefallen. "Die Sicherheitsmechanismen und Prüfroutinen hätten aber gegriffen", so Ingeborg Woywod vom Vorstand der Sparkasse.
Nach ersten Angaben der Sparkasse war eine geringe Zahl von Kunden betroffen. Nach Medienberichten könnte es sich um einen Schaden von mehreren 10.000 Euro handeln.
Einige Kontoinhaber waren verstorben
Nach allem, was jetzt bekannt ist, soll der Mitarbeiter auch von Konten verstorbener Kunden Geld abgebucht und auf sein eigenes Konto überwiesen haben. Möglicherweise setzte er darauf, dass die Buchungen unentdeckt bleiben würden. Er ist nicht mehr für die Iserlohner Sparkasse tätig.
Wie die Sparkasse weiter mitteilt, ist sie sofort an die geschädigten Kunden beziehungsweise an die Erben herangetreten und hat die Beträge umgehend erstattet. Nach Medienberichten soll eine Versicherung die Schäden ausgeglichen haben und fordert nun von dem ehemaligen Sparkassenmitarbeiter Schadenersatz.
"Das ist etwas, was uns Anfang des Jahres nicht nur geschädigt, sondern auch stark beschäftigt hat. Wir haben alles dafür getan, um eine größtmögliche Transparenz zu schaffen und alle betroffenen Kunden schadlos zu stellen." Ingeborg Woywod, Vorstand der Sparkasse
Die Staatsanwaltschaft Hagen hat die laufenden Ermittlungen bestätigt, macht aber keine weiteren Angaben zu dem Fall.
Unsere Quellen:
- Sparkasse Iserlohn
- Staatsanwaltschaft Hagen
Sendung: WDR.de, Geld von Verstorbenen abgebucht, 28.08.2026, 13:25 Uhr