Waldbrand in Iserlohn direkt unter einer Stromleitung

WDR 01:27 Min. Verfügbar bis 15.07.2028

Größter Einsatz des Jahres 10.000 Quadratmeter Wald in Iserlohn verbrannt

Stand:

Der große Waldbrand am Dienstag in Iserlohn-Letmathe hat die Feuerwehr noch zwei Tage lang beschäftigt. Erst am Donnerstag war der Einsatz beendet. Zeitweise waren mehr als 300 Einsatzkräfte vor Ort.

In einer Birkenschonung an einem Steilhang brannten rund 10.000 Quadratmeter Wald. Trockenheit und Wind sorgten dafür, dass sich das Feuer schnell ausbreitete.

"Vom Zeit- und Personalaufwand war das bisher der größte Einsatz des Jahres für die Feuerwehr Iserlohn." Joel Remscheidt, Feuerwehr Iserlohn

Schwieriger Einsatz am Steilhang

Waldbrand in Iserlohn

10.000 Quadratmeter Wald brannten in Iserlohn.

Die Brandstelle lag direkt unter einer Hochspannungsleitung und war nur schwer zu erreichen. Auch Löschwasser war zunächst knapp. Deshalb kamen Feuerwehrleute aus dem ganzen Märkischen Kreis zur Unterstützung. Das Wasser zum Löschen mussten sich die Einsatzkräfte aus anderthalb Kilometern Entfernung holen.

Hubschrauber konnte kein Löschwasser abkippen

Auch ein Polizeihubschrauber kam zum Einsatz. Wegen der Hochspannungsleitung konnte er aber kein Wasser auf den Brand abwerfen. Außerdem unterstützte ein Forstmulcher die Feuerwehr. Er räumte Teile der Vegetation weg, damit sich das Feuer nicht weiter ausbreitete.

Glutnester noch tagelang gelöscht

Einsatzwägen der Feuerwehr am Brandort

Einsatzkräfte aus dem gesamten Kreis halfen beim Löschen.

Am Dienstagabend brachte die Feuerwehr den Brand unter Kontrolle. Die Nachlöscharbeiten dauerten aber noch bis Donnerstag. Feuerwehrleute fanden immer wieder Glutnester und löschten sie.

Das Drohnenteam des Märkischen Kreises unterstützte die Arbeiten und kontrollierte die Brandfläche aus der Luft. Die Brandursache ist weiter unklar. Die Konzepte für solche Fälle hätten gut funktioniert, heißt es von der Feuerwehr.

Anhaltende Trockenheit birgt große Gefahr

Waldbrand in Iserlohn

Schon kleine Zündquellen können bei Trockenheit Waldbrände auslösen.

Angesichts der anhaltenden Trockenheit weist die Polizei darauf hin, dass schon kleine Zündquellen einen Waldbrand auslösen können.

Offenes Feuer, das Wegwerfen von Zigarettenkippen sowie andere fahrlässige Handlungen können schwerwiegende Folgen für Mensch, Natur und Einsatzkräfte haben. Polizei Soest

Zwei weitere Brände am Möhnesee

Am Dienstag rückte die Feuerwehr außerdem zu zwei kleineren Bränden in der Taucherbucht in Möhnesee-Delecke aus. Im Bereich des Hundestrandes brannten etwa ein Quadratmeter Wiese und ein Baumstamm. Im Uferbereich standen ein Baumstumpf und rund ein Quadratmeter Wald in Flammen. Die Polizei sucht Zeugen.

Feuerwehr erst nach zwei Tagen fertig

WDR 00:30 Min. Verfügbar bis 16.07.2028

Download

Unsere Quellen:

  • Feuerwehr Iserlohn
  • Beobachtungen des WDR-Reporters vor Ort
  • Polizei Soest

Sendung: WDR Fernsehen, Lokalzeit Südwestfalen, 15.07.2026, 18:08 Uhr
Sendung: WDR 2 Südwestfalen, Lokalzeit, 17.07.2026, 10:31 Uhr

Weitere Beiträge aus dem Märkischen Kreis

1 / 2