Großübung in Lüdenscheid Rettungskräfte trainieren Hochwasser-Einsatz

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Mehr als 250 Einsatzkräfte haben in Lüdenscheid den Hochwasser-Notfall geprobt. Die Großübung "Waterworld" war ein voller Erfolg.

Von Heiko Dolle

Sandsäcke stapelten sich meterhoch, Lkw rollten im Minutentakt, Funkgeräte knisterten: Am Schmiedemuseum Bremecker Hammer in Lüdenscheid herrschte am Samstag Ausnahmezustand. Allerdings nur zur Übung. "Waterworld" simulierte den Ernstfall: Hochwasser.

Zusammenarbeit im Großeinsatz

THW-Helfer füllen Sandsäcke

Helfer des Technischen Hilfswerks befüllen Sandsäcke.

Mehr als 250 Einsatzkräfte aus dem Märkischen Kreis probten dabei ein realistisches Szenario: Dauerregen, gesättigte Böden und bis zu 100 Liter Niederschlag pro Quadratmeter innerhalb eines Tages.

Um das historische Industriedenkmal zu schützen, errichteten Feuerwehr, Technisches Hilfswerk und Hilfsorganisationen einen Deich aus rund 10.000 Sandsäcken. Beteiligt waren Einsatzkräfte aus mehreren Städten sowie zahlreiche THW-Ortsverbände. Sandsäcke wurden unter anderem in Werdohl und Hemer gefüllt und mit Lastwagen zum Einsatzort transportiert.

Logistik als Schlüssel

Feuerwehrmann schleppt Sandsäcke

Fast wie bei einem echten Hochwasser: Das Szenario war so realistisch wie möglich.

Neben dem Deichbau stand vor allem das Zusammenspiel der Einsatzkräfte im Fokus. Auch unter erschwerten Bedingungen – etwa bei einem simulierten Ausfall des Mobilfunks – wurde die Kommunikation zwischen den Einheiten getestet. Parallel koordinierte der Stab im Brandschutz- und Rettungsdienstzentrum in Altena das Geschehen.

Große Materialmengen schnell und effizient zu bewegen, war eine zentrale Herausforderung. Dafür kamen spezielle Technik und Fahrzeuge zum Einsatz. Kreisbrandmeister Michael Kling betonte, solche Übungen seien entscheidend, um auf zunehmende Starkregen- und Hochwasserlagen vorbereitet zu sein.

Unser Quellen:

Sendung: WDR Fernsehen, WDR aktuell, 25.04.2026, 12.45 Uhr

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