Krankenstand zu hoch? | Aktuelle Stunde
Aktuelle Stunde . 17.01.2026. 33:19 Min.. UT. Verfügbar bis 17.01.2028. WDR. Von Andreas Moos.
Merz kritisiert den Krankenstand. Sind wir wirklich zu oft krank?
Stand:
Merz kritisiert den Krankenstand in Deutschland. So steht es wirklich um den Krankenstand.
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Jetzt mitdiskutierenNach Ansicht von Bundeskanzler Merz (CDU) melden sich Menschen in Deutschland zu oft krank. Auf einer Wahlkampfveranstaltung sagte er, dass die Menschen im Job mehr leisten müssen, damit die Wirtschaft besser läuft. Außerdem stellte er die Krankschreibung per Telefon in Frage.
Krankschreibungen zuletzt auf ähnlichem Niveau
Im Schnitt sind Beschäftigte knapp drei Wochen im Jahr krank gemeldet. Diese Zahl liegt seit vier Jahren auf einem ähnlichen Niveau. Davor sind allerdings deutlich weniger Krankmeldungen bei den Kassen eingegangen.
Bessere Erfassung bei Krankschreibungen
Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen
Der sprunghafte Anstieg von Krankmeldungen von 2021 auf 2022 hat mehrere Gründe. Der Hauptgrund ist wohl, dass vor 2022 Krankmeldungen noch nicht zwingend an die Krankenkassen weitergegeben werden mussten. Inzwischen werden sie automatisch verschickt, dadurch wird laut Statistischem Bundesamt der Krankenstand besser erfasst. Davon geht auch eine Studie der Krankenkasse AOK von Anfang 2025 aus.
Krankenlage durch Corona-Pandemie verändert
Fachleute gehen außerdem davon aus, dass seit der Corona-Pandemie verschiedene andere Krankheiten quasi nachgeholt werden. Das heißt, dass Menschen jetzt vermehrt Krankheiten kriegen, die wegen der Pandemie-Beschränkungen nicht richtig ausgebrochen sind.
Hinzu kommt, dass es mit Corona noch eine weitere, neue Krankheit neben der Grippe und den diversen Erkältungskrankheiten gibt, wegen der man sich krank meldet.
Krankschreibung wegen Atemwegserkrankungen kräftig angestiegen
Insgesamt sind Fehltage seit 2021 am kräftigsten wegen Atemwegserkrankungen angestiegen. Krankschreibungen wegen psychischer Störungen sind in den vergangenen zehn Jahren konstant angestiegen, sind aber zahlenmäßig niedriger als Krankschreibungen zum Beispiel wegen Atemwegserkrankungen. Psychische Störungen sorgen im Einzelfall für besonders lange Ausfallzeiten. Die Werte von Krankschreibungen wegen Erkrankungen im Muskel-Skelett-System bleiben - trotz alternder Belegschaften - seit Jahren stabil.
Betriebskrankenkassen messen Krankentage anders
Auch die Betriebskrankenkassen (BKK) erheben die Zahlen von gemeldeten Krankenfällen. Da sie etwas anders messen, fallen die Zahlen anders aus. Für das Jahr 2024 geben sie rund 22 Krankentage für ihre Versicherten an (Dachverbands der Betriebskrankenkassen für 2024: 22,3 / Statistisches Bundesamt für 2024: 14,8).
Auch die Zahlen der Betriebskrankenkassen zeigen einen deutlichen Ansprung der Krankheitsfälle seit der Einführung der automatischen AU-Meldungen bei den Kassen im Jahr 2022.
Herne belegt Platz 1 bei Krankschreibungen in NRW
Von 2021 bis 2024 sind vier Krankentage dazu gekommen. NRW hat im gleichen Zeitraum noch mehr zugelegt, nämlich knapp über fünf Tage.
Vor allem Herne und Gelsenkirchen gehören zu den Spitzenreitern unter den NRW-Städten. Laut BKK fehlten in Herne fast die Hälfte der Beschäftigten sogar länger als sechs Wochen. Warum Herne eine so hohe Zahl an Krankschreibungen hat, könnte laut der BKK auch an der Art der Beschäftigung liegen. Es sei ein Unterschied, ob man im Büro oder in der Montage arbeite. Im Ruhrgebiet werde nach wie vor in Industriebetrieben körperlich gearbeitet. Hier ist die Zahl der Krankheitstage laut der BKK-Statistik besonders hoch.
Merz stellt Krankschreibung per Telefon in Frage
Kanzler Merz stellt im Zusammenhang mit Krankentagen auch die telefonische Krankschreibung in Frage: "Während der Coronazeit begründet richtig, heute immer noch?“.
Union und Arbeitgeberverbände fordern schon länger das Ende der telefonischen Krankschreibung. CSU-Chef Markus Söder sagte zuletzt, die Abschaffung sei ein wichtiger Ansatz: "Das Blaumachen muss reduziert werden.“
Krankmeldung per Telefon bleibt bestehen
Im Koalitionsvertrag von Union und SPD ist jedoch nicht von der Abschaffung der Telefonkrankmeldungen die Rede, sondern von einer Korrektur. Gleiches gilt für Online-Krankschreibungen über private Plattformen.
Krankenkasse sieht bei Krankschreibung per Telefon keinen Missbrauch
Telefonische Krankschreibungen werden immer wieder kritisiert, dabei machen sie einen recht kleinen Teil der Krankschreibungen aus.
Eine Studie der Krankenkasse AOK von Anfang 2025 sieht bei der telefonischen Krankschreibung "keinerlei Anzeichen für einen systematischen Missbrauch“. Drei von vier für die Studie befragten Beschäftigten nannten die telefonische Krankschreibung damals sinnvoll oder sehr sinnvoll, weil man nicht krank zum Arzt oder zur Ärztin müsse und Kontakt zu anderen Menschen im Wartezimmer vermeiden könne.
Auch Ärztinnen und Ärzte finden die telefonische Krankschreibung eher gut. Es entlaste ihre Praxen. Der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Andreas Gassen, forderte zuletzt sogar generell Lockerungen bei Krankschreibungen. Die derzeitigen Regelungen führten oft zu unnötigen Arztbesuchen.
Karenztag-Idee
Der Chef des Allianz-Versicherungskonzerns Oliver Bäte hatte 2025 einen Karenztag vorgeschlagen. Demnach sollen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer die Kosten für ihren ersten Krankheitstag selbst tragen. Mit einem solchen Karenztag könnten laut Bäte pro Jahr 40 Milliarden Euro eingespart werden.
Überblick zur telefonischen Krankschreibung
- Bei leichteren Erkrankungen kann man sich telefonisch bis zu fünf Kalendertagen krankschreiben lassen.
- Voraussetzung ist, dass man in der Praxis, etwa beim Hausarzt schon bekannt ist.
- Ärztinnen und Ärzte stellen am Telefon Fragen zu den Beschwerden.
- Für eine Folgebescheinigung muss man in die Praxis kommen.
- Wer seine Versichertenkarte in der Praxis im entsprechenden Quartal noch nicht eingelesen hat, muss dies nach der Erkrankung nachholen.
- Auch bei kranken Kindern kann man eine telefonische Krankschreibung bekommen.
Überblick zu Online-Krankschreibungen
- Auch in einer Videosprechstunde ist es in vielen Fällen möglich, dass durch Befragungen eine Arbeitsunfähigkeit feststellt wird.
- Hier geht eine Krankschreibung je nach Fall bis zu sieben Kalendertagen.
Hinweis der Redaktion vom 20.07.2026, 14.25 Uhr: Wir haben anlässlich der Veröffentlichung von Daten der Betriebskrankenkassen (BBK) über zunehmende Krankentage in Deutschland berichtet. Ein Grund für den Anstieg der Zahlen zwischen 2021 und 2022 könnte die Einführung der elektronischen Krankmeldung (eAU) sein, die seit dem 1. Januar 2022 verbindlich an die Krankenkassen weitergeleitet werden muss. Diese Information fehlte in einer früheren Version in der eingebauten Grafik "NRW bei Fehltagen über dem Bundesdurchschnitt". Wir haben die entsprechende Visualisierung angepasst.
Unsere Quellen:
- Nachrichtenagentur dpa
- Statistisches Bundesamt
- Dachverband Betriebskrankenkassen
- Aussagen Kanzler März zu KRankenstand in Baden-Württemberg
- Tagesschau zu Studie zum Krankenstand
Sendung: WDR 5, Der Tag um zwölf, 17.01.2026, 12:00 Uhr
Sendung: WDR Fernsehen, Aktuelle Stunde, 17.01.2026, 18:45 Uhr
13 Kommentare
Kommentar 13: Franziska 1 schreibt am 22.07.2026, 14:23 Uhr :
Merz kritisiert, sind wir wirklich zu oft krank? Heute nehme ich Mal die News im TV, im Internet näher ins Auge. Seid Corona, wie viele schlechten Nachrichten bekommt das Volk zuhören, zu lesen täglich egal in welchen Bereichen des Lebens? Psychisch aufbauende News gibt es nicht mehr zu hören, darum werden Arbeiter krank die jeden Tag ihr Bestes geben, aber keinen Dank dafür bekommen. Aber Schelte vom Kanzler Merz. Die Regulierungswut von der Politik macht es nicht besser, jedes Glied der Versorgungskette für die Gesellschaft wird verbogen. Es gibt nichts mehr, was die Politik auf den Weg bringt was Nägel mit sicheren Köpfen schafft. Politik- Fehler wurde in der Ampel mit „Wumms- Zahlung“ besänftigt, eine militärische Zeitenwende wurde eingeleitet, was weiter brutale Kriegs- Krallen zeigt, was nur eine Mega- Zerstörung und viele Menschen tötet, aber keinen Frieden bringt. Wer kann bei der Politik- Glaskugel eine gute Zukunft sehen? Moderne Waffen schaffen weniger krank zu sein?
Kommentar 12: Anonym schreibt am 22.07.2026, 11:16 Uhr :
Es ist bemerkenswert, was sich die Menschen in Deutschland so alles gefallen lassen - zu viel krank, zu faul. Typische Manageräußerungen, aber eines Kanzlers unwürdig. Die CDU sollte sich um einen fähigen Kanzler kümmern, der die Bürger als Menschen und nicht als Produktionsfaktor sieht.
Kommentar 11: Geppetto schreibt am 21.07.2026, 22:27 Uhr :
Die Regierung sucht nach Verantwortlichkeit für die Stagflation und die zahlreichen Jobverluste. Reine Ablenkung! Der Krankenstand ist nicht Ursache der Krise und deshalb müssen Arbeitnehmerrechte weiterhin verteidigt werden. Auch internationale Krisen erklären nicht unseren wirtschaftlichen Abwärtstrend. Entscheidend ist, wie wie uns zu den Krisen außenpolitisch verhalten haben.
Kommentar 10: Franziska 1 schreibt am 21.07.2026, 20:14 Uhr :
Wegen psychischer Erkrankung sich krank melden müssen, der Trend steigt lt. Berichte von 2024/25. Diese Arbeiter/innen sind meistens länger krank geschrieben. Wobei es auffällig junge Menschen betrifft. Ich finde es unfassbar, dass Merz den hohen Krankenstand pauschal kritisiert. Menschen werden nicht ohne Grund krank von einen Tag auf den anderen. Wenn die Psyche sich krank meldet, dann läuft im Staat, Arbeitsplatz, im Privatleben einiges schief. Die Regierung in Berlin verschlimmert noch den Zustand dadurch, es kommen Reformen, theoretisch Pläne von der Regierungskoalition was für die Zukunft sich wie eine Götterspeise zeigt. Was jetzt schon wackelt, dass wird später kaum sicher sein. Das spürt die Gesellschaft enorm jetzt schon. Finanziell und Sozial sind Verzichte zu akzeptieren, jeder fragt sich ob Deutschland das alles stemmen kann? Was Deutschland erarbeitet an Steuern und die Regierung dabei noch Schulden macht, dass schluckt die UKR, dass Militär und der Wiederaufbau später.
Kommentar 9: Wüstenfähe schreibt am 21.07.2026, 17:19 Uhr :
Die KBV sagt, dass durch den Vorschlag von Merz mit 30 Millionen Arztkontakten zu rechnen sei. Für alle Patienten wird die Quartalspauschale ausgelöst. Wer soll das schon wieder bezahlen. Am dritten Tag zum Arzt und sich rückwirkend krank schreiben zu lassen ist auch nicht durchdacht. Es ist normal, dass Menschen sich ein bis zwei Tage krank oder unpestlich fühlen. Dazu wird kein Attest gebraucht. Maschinen streiken auch und müssen repariert werden. Rechenzentren laufen heiß. Wertschätzung ist das Maß eines geringen Krankenstandes in der Belegschaft. Die Systeme der Schweiz, die Merz heranzieht, lassen sich nicht mit unseren vergleichen. Das Reformpaket hat an vielen Stellen aber wirklich den funny Knödel hot.
Kommentar 8: Anonym schreibt am 21.07.2026, 15:02 Uhr :
Die Thematik der neuen ärztlichen krankschreibung ist bald schon völlig unerblich, , weil die Wahrscheinlichkeit, im öffentlichen Raum zu Tode zu ,kommen , bekanntlich rekordschnell steigt. Das gilt besonders für den ÖPNV ; zudem auch unschlagbar preisgünstig. Die letzte Reise , ihimmelwärts zu machen , gibts dort nämlich schon unschlagbar günstig für für nur wenige Euronen - Tagesticketfahrschein !
Antwort von Dr. med. Frede , geschrieben am 21.07.2026, 20:09 Uhr :
Dieser Kommentar wurde gesperrt, weil er gegen unsere Netiquette verstößt. (die Redaktion)
Kommentar 7: Anonym schreibt am 21.07.2026, 14:22 Uhr :
Wir werden allein schon so krank, die Politik von Merzel.Reiche,Warken ,Klingbeil,Radovan ausbaden zu müssen , daß wir bereits mangelernährt und kaputt malocht zum Wohle ihrer affinen Lobbys mittels wahnhafter Subventionitis , Flutung des dt. Subventionssumpfes primär zum Vorteil von gewerblichen . Großkonzernen, den dicksten Bauern, den dicksten Großgrundeignern aktuell in Höhe von Hunderte Milliarden Euro p.a, n der ganzen Welt , bis hin zum Vorteil der Hamas-Terroristen im Gaza,frühzeitig tot in die Grube fallen und dann von der abgespeisten Almosenrente in Höhe des Existenzminimums in D auch nichts mehr haben .Wenn das in diesem Stil von ihnen so weiter geht,wie bislang , werden sie bis 2029 noch einmal ca. 35 bis 40 % ihrer noch wenig verbliebenen Fans verlieren und dann sitzt AFD oder eventl. sogar ein "Alahu-Akbar" im Kanzleramt.Das wars dann lange Zeit für die selbst ernannten Christen der Union. Das steht so fest,wie das Amen in der Kirche.Armer B-Otto.
Antwort von Anonym , geschrieben am 21.07.2026, 17:52 Uhr :
Das ist sehr wahrscheinlich, besonders rezessionsbedingt , gemessen am gewöhnlichen historischen Konjunkturzyklus . Das deckt sich auch mit der Wirtschaftsprogrnose der "Wirtschaftsweisen" Monika Grimm , die 2029 das Konjunkturtiefst erwartet. Nach Platzen der "Dot com Buble" in 2000 ff. gabs knapp 6 Mio. Arbeitslose in D. Der Staat kann bestenfalls die Notlagen mildern , z.B, die rezessiv gefeuerten Arbeitnehmer stützen; die jetzt rausgehauenen Subventionen der Bundesregierung in Höhe 1 Billion auf Pump sind aber völlig nutzlos und weitgehend verbrannt. Sie heizen nur die bereits schon bestehende gewerbliche Überproduktion infolge erfolgter dekadenlanger Überinvestitionen noch weiter an. Schade um das viele money .Es ist zwar nicht weg, aber jetzt bei Anderen, die noch nicht mal sagen Danke Lars , Danke Friedrich !,Danke Katharina !, Danke Nina ! Es besteht zudem ein ewiger Kapitaldienst für Zinsen, Zinseszins , wovon ein Großteil in der Bürokratie versickert .
Antwort von Anonym , geschrieben am 21.07.2026, 22:01 Uhr :
Auf diesererbranntenLinie liegen bislang alle , primär aber die in letzten Jahren im Boom verausgabten Subventionen , bispielsweise Roberts North-Volt-Abenteuer. für grünen Stahl usw, ohne Ende. bei den Sozis primär die großen gewerbl. Konzerne, bei der Union die dicksten Bauern und die dicksten Großgrundeigner mit jeweils Hunderten Hektar Grundeigentum .Merke : Je mehr es administrativ gelingt, z.B .die Renten in D auf Almosen herunterzubrechen, umso größer ist der Finanzkuchen,den die Herrschenden ihren jeweiligen Lobbys schenken können ,stets ohne Nachweis der Bedürftigkeit. oft illegal. Es hat schon seinen Grund,daß die dt. Staatskassen jetzt am Ende des historisch längsten Wirtschaftsbooms rekordhoch überschuldet sind in Höhe mindestens 3,5 Bio. Euro, obwohl sie eigentlich nun prall gefüllt sein müßten.Das hat nichts mit beispielsweiseangeblich " gierigen Rentnern" zu tun, sondern mit Verschwendung des Volksvermögens,besonders aber das der Boomer, in der ganzen Welt.
Antwort von Anonym , geschrieben am 22.07.2026, 12:34 Uhr :
Besonders in der Wirtschaftskrise zeigt sich, daß die dt. Politik der Weltrettung zu Gunsten von 9 Mrd Menschen durch ca. 40 Mio. Öffentliche Abgaben zahlende Bundesschäfchen auch seinen stolzen Preis hat, nämlich exorbitant, rekordhohe Überschuldung der Staatskassen, gemäß Art. 20 Abs 3 GG illegaler Kahlschlag bei Renten und staatlichen Obliegenheiten in den Risikofällen Gesundheit, Alterspflege,Wohnungsarmut . Dadurch erfüllt Staat illegal noch nicht einmal mehr rechtswidrig seine Kernpflichten laut GG. Weltrettung und Rettung von gewerbl. Konzernen ,sogar vor der Pleite,sind jedenfalls keine normative Staatsobliegenheiten. Das Unternehmerisiko, Pleite zu gehen,ist systemimmanent;dafür stellt Gesetzgeber nur den begrenzten Staatsschutz der Insolvenzordnung zur Verfügung.Es stellt sich inzwischen die Frage "Wozu braucht es eigentlich noch eines Staates,wenn er nicht mehr seine Kernobliegenheiten erfüllt.Wir sind nämlich keine wummsverdummten Staatsmelkkühe !
Kommentar 6: Maximilian schreibt am 20.07.2026, 18:59 Uhr :
Wirtschaftlicher Schaden entsteht, wenn vermeintlich Gesunde bei der Arbeit mangels Metakognition die eigene Dunning-Kruger-Symptomatik verkennen.
Antwort von Thomas aus Detmold , geschrieben am 20.07.2026, 21:46 Uhr :
Könnte Naximilian bitte erläutern, was eine Metakognition und eine Dunning-Kruger-Symptomatik sind? Ich bin leider kein Arzt oder Psychologe, um das Fachvokabular der Branche zu kennen. Anderen geht es vielleicht ähnlich. Vielen Dank!
Antwort von Anja Senk , geschrieben am 21.07.2026, 12:54 Uhr :
Was hat das jetzt mit dem Thema Krankschreibungen zu tun?
Antwort von Maximilian , geschrieben am 21.07.2026, 16:56 Uhr :
Merz sieht durch den Krankenstand die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des Landes beeinträchtigt. Der Krankenstand ist aber nur ein Indikator für ein krankes und nur auf Wachstum ausgerichtetes wirtschaftliches System. Einigen Menschen, die sich besonders mit Präsenz, Erfolg, Profit für dieses kranke System qualifizieren möchten, fehlt die objektive Erkenntnisfähigkeit, wie sich das eigene Handeln in größerem Kontext auf die Gesellschaft auswirken könnte. Das umschreibt die Begrifflichkeit der Metakognition. In subjektiv logischen Handlungssträngen wird die Fehlleistung aber oft nicht erkannt. Man handelt töricht, erkennt die Torheit aber nicht.
Antwort von Franziska 1 , geschrieben am 21.07.2026, 22:28 Uhr :
"Denken über das eigene Denken", wäre ratsam und empfehlenswert. "Genaues wissen über das Wissen" fehlt. Das deutsche Gesundheitssystem kränkelt schwer, weil die Erkenntnis darüber unprofessionell gehandhabt wird. Mit (Lauterbach) Mathematik lässt sich vieles wirtschaftlich steuern von der Politik, jedoch sie hat nicht die Macht eine Krankenheit voraus zu sehen um Krankentage zu vermeiden. Leib und Seele melden sich bei Unwohlsein meistens morgens beim Aufstehen. Die Seele sagt ich will zur Arbeit, während der Leib zu schwach ist und liegen bleibt. Wer allerdings oft im Leben Blau macht und irgendwann öfter mal wirklich krank wird, der wird es bei der Rente später merken.
Kommentar 5: Franziska 1 schreibt am 20.07.2026, 18:22 Uhr :
Merz kritisiert den Krankenstand in Deutschland. Was macht die Menschen noch mehr krank? Die Politiker sollten Mal zur Kenntnis nehmen, wenn die Psyche sich meldet, dann wurde es dem Körper zu viel und es ist höchste Eisenbahn, dass der Kranke bald behandelt wird. Der Kanzler treibt mit seiner Reformen - Pläne beim Gesundheitssystem buchstäblich die Bürger selbst in die Notzentren, weil sie Termine trotz akute Probleme, erst für eine Wartezeit von vielen Monaten bekommen. Gesund kann dabei keiner werden, im Gegenteil. Die Notaufnahme der Kliniken sind total 24 Stunden überlastet und der Politikplan ist… Krankenhäuser schließen?
Kommentar 4: iswaphon schreibt am 20.07.2026, 17:47 Uhr :
Hoher Krankenstand liegt mitunter im Verschulden der Arbeitgeber. Stress, Überstunden, mutwillige Kommunikationszensur, Denk- und Meinungsverbote, unnötige Nacht- und Samstagsarbeit und alle Varianten schlechten Betriebsklimas von Mobbing bis zu militärischem Drill gehören zu den Krankheitserregern. Wenn dann Einer mitten am Tage den großen Kollaps erleidet und sich dann noch wegen eines Attestes zu seinem Hausarzt schleppen soll (nur um festzustellen, dass dessen Praxis gerade an dem Nachmittag zu ist), ist das Chaos perfekt. Solange in den Chefetagen geprasst wird, habe ich kein Verständnis für Verschlechterungen im Krankheitsfall. Zwischen Arbeitsschutz und Befehligtenschutz ist ein Unterschied. Ersteres ist berufsgenossenschaftlicher Paragraphendschungel, Letzteres Abwehr unternehmerischen Machtmissbrauches („Gehorche oder verhungere“). Ich definiere fünf Grundaspekte des Befehligtenschutzes und war früher in Stuttgart mit dem Thema sogar „radioaktiv und sendungsbewusst“.
Kommentar 3: Norbert Schulz schreibt am 20.07.2026, 15:56 Uhr :
es zeugt schon von einer besonderen qualität, wenn der kanzler sich über die angeblich viel zu hohen fehlzeiten durch krankentage beschwert, die mit weitem abstand höchsten krankheitsbedingten fehlzeiten jedoch im bundestag und de rbundesverwaltung zu finden sind. des weiteren wird in keinem land der eu auch nur annähernd so genau registriert wie ind eutschland. würde hier genauso vorgegangen wie z.b. in österreich oder italien, wären die durchschnittlichen krankheutstage bei unter 13, und somit im unteren viertel in der eu. erstmal vor der eigenen haustür kehren (bundestag, bundesverwaltung), und dann den mund aufmachen wäre mal ein anfang. aber sowas kann unser kanzler nicht. lieber reflexartig austreten, vielleicht merkt´s ja keiner...
Antwort von Franziska 1 , geschrieben am 20.07.2026, 20:31 Uhr :
Ja, der Kanzler Merz sollte Mal zum Bundesrat, Bundestag und ins Bundesfamilienministerium schauen, wie viele Fehltage dort sind. Zum Bsp. 25,2/22,3 Fehltage im Jahr steht für Merz nicht zur Diskussion? Merz scheint zu vergessen, dass die Bürger nicht hinter dem Mond leben und im digitalen Zeitalter ausreichend Info über die Fehltage von Politiker erhalten. Merz scheint über sein Politk-Personal kaum was zu wissen, ob da Blauchmacher darunter sind. Ihre persönliche Freiheit scheint grenzenlos zu sein. Über das untere Volk weiß er alles genau?