Die meisten Menschen waren in Essen betroffen. Etwa drei Stunden lang wurden hier in einem Wahllokal Wahlzettel für einen völlig anderen Kommunalwahlbezirk ausgegeben. Die Stadt geht davon aus, dass etwa 136 Wähler dadurch "falsch" abgestimmt haben.
Diese Stimmen wurden als ungültig gewertet. Die Stadtverwaltung verweist darauf, dass die rechtliche Prüfung zum weiteren Vorgehen aktuell noch läuft. Deshalb könne man "noch keine offizielle Einschätzung" zu der Panne geben, so eine Sprecherin.
Viel Engagement: Panne wieder gut gemacht
In Bielefeld gab es eine ähnliche Panne. 78 Wählerinnen und Wählern wurde versehentlich ein Stimmzettel zu wenig ausgeteilt. "Die Menschen haben leider nicht den Stimmzettel für die Wahl des Oberbürgermeisters ausgehändigt bekommen", sagte Linda Schumacher, Leiterin des Wahlteams der Stadt Bielefeld. Die betroffenen Wähler wurden mit verschlossenen Wahlurnen zu Hause besucht, damit sie diese Stimme auch noch abgeben konnten.
Konkret heißt das: 78 Hausbesuche für die Mitarbeiter der Stadt. 13 Wahlberechtigte waren allerdings nicht zu Hause. "Wir entschuldigen uns für diesen Fehler, das hätte nicht geschehen dürfen", so Schumacher. Allerdings hätten die 13 fehlenden Stimmen am Ausgang der Wahl zum Oberbürgermeister nichts mehr geändert. Zwischen dem Zweit- und dem Drittplatzierten lagen 27.000 Stimmen.
Einbruch in Briefwahlzentrum
In Duisburg gab es keine Panne, sondern einen mutwilligen Angriff. Unbekannte sind in der Nacht zum Sonntag in das Briefwahlzentrum der Stadt eingebrochen. Das Motiv der Tat ist noch unklar. Auswirkungen auf die Wahl hatte die Aktion keine, denn die Wahlunterlagen wurden erst Sonntagmorgen in das Briefwahlzentrum gebracht.
Angriff auf Wahllokal
In Dortmund wurden die Türen von einem Wahllokal manipuliert. Der Verdacht liegt nahe, dass damit die Wahl gestört werden sollte. Ein Schlüsseldienst musste gerufen werden, um die Räume zu öffnen. "Das ist ein sehr ernst zu nehmender Vorfall", so Wahlleiter Norbert Dahmen.
"Unsere Demokratie basiert darauf, dass jeder wählen kann." Die Wähler, die schon früh morgens um 8.00 Uhr zum Wählen gekommen waren, mussten warten bis der Zugang wieder frei war. Ob hier Wähler entnervt wieder abgedreht sind, ist schwer zu sagen. Allerdings hatten ab 8.30 Uhr alle die Gelegenheit, ihre Stimme abzugeben.
Landesweit hat es also eine Reihe kleinerer Vorfälle gegeben, die in Summe aber kaum einen Einfluss auf die Wahl hatten.
Unsere Quellen
- Stadt Essen
- Stadt Bielefeld
- Stadt Dortmund
- Stadt Duisburg