Tote Kraniche liegen im Linumer Teichland.

Ministerin ruft zu Vorsicht bei Vogelgrippe auf

Stand:

Angesichts der aktuellen Vogelgrippe-Fälle in NRW hat Landwirtschaftsministerin Gorißen zu mehr Wachsamkeit aufgerufen.

Rees, Essen, Duisburg und Lippetal: Das Vogelgrippevirus H5N1 ist in NRW angekommen. Landwirtschaftsministerin Silke Gorißen (CDU) hat angesichts der aktuellen Fälle zu einem erhöhten Schutz aufgerufen. "Das Virus kann irgendwo unterwegs sein, ohne dass man in der Region eine Symptomatik beim Geflügel festgestellt hat. Daher ist es ganz wichtig, die Augen aufzuhalten, die Tiere sehr gut zu beobachten", betonte Gorißen gegenüber dem WDR.

Bei Auffälligkeiten solle sofort ein Veterinär verständigt werden. "Denn das Virus wird unfassbar schnell weitergetragen." Beim Befall eines Bestandes müsse sofort gehandelt werden. "Weil da wirklich jede Stunde zählt, um eine Verbreitung und eine Einschleppung in weitere Betriebe zu verhindern"; so die Ministerin.

Außerordentliches Treffen der Agrarminister

Silke Gorißen

Gorißen: "Augen offenhalten"

Am Donnerstagabend hatte Gorißen an einem außerordentlichen Treffen der Agrarministerinnen und Agrarminister von Bund und Ländern zur Geflügelpest teilgenommen. Man sei in einem engen Austausch, erklärte sie. "Wir sind alle miteinander ständig in Verbindung, um diese Situation bestmöglich in den Griff zu bekommen."

Ministerin: Wie NRW sich auf Vogelgrippe vorbereitet

WDR 5 Westblick - aktuell 24.10.2025 11:00 Min. Verfügbar bis 24.10.2026 WDR 5

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Keine Gefahr für Menschen

Verendete oder krank erscheinende Tiere sollen nicht berührt, eingesammelt oder selbst vom Fundort verbracht werden. "Man sollte den Kontakt vermeiden mit Tieren, die krank wirken. Bitte niemals diese Tiere anfassen, sondern melden und Abstand halten", betonte Gorißen im WDR-Gespräch.

Für Menschen besteht laut Gorißen kein besonderes Risiko, sich anzustecken. Fleisch von Beständen, in denen das Virus festgestellt wurde, käme nicht in die Lebensmittelkette.

"Es muss wirklich niemand Angst haben um seine Gesundheit." Landwirtschaftsministerin Silke Gorißen

Das Landwirtschaftsministerium gab zudem weitere Hinweise für Tierhalter bekannt. So dürfe Geflügel nur an für Wildvögel unzugänglichen Stellen gefüttert werden. Wildvögel und Hausgeflügel sollten nicht die gleichen Tränken nutzen können. Futter, Einstreu und sonstige Gegenstände, mit denen das Geflügel in Berührung kommen könne, müssten für Wildvögel unzugänglich aufbewahrt werden, so das Ministerium.

Unsere Quellen:

  • Silke Gorißen im Westblick-Gespräch
  • Landwirtschaftsministerium NRW

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