Ministerpräsident Wüst zu aktuellen Themen

Wüst über Hitzewelle "Der Klimawandel ist real"

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Fünf Tage nach der Hitzewelle äußerte sich Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) erstmals öffentlich dazu. Er kündigte Konsequenzen an, ohne sie näher zu benennen. Auf einer turnusmäßigen Pressekonferenz in Düsseldorf ging er auch auf das Reformpaket der Bundesregierung, Krankschreibungen und den Bürokratieabbau ein.

In einem lockeren Turnus äußert sich NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) in Düsseldorf vor der Hauptstadtpresse. Am Freitag war es wieder soweit, es gab ein Eingangsstatement und Zeit für Fragen. Gleich zu Beginn ging Wüst auf die jüngste Extremhitzewelle ein. "Der Klimawandel ist real", sagte er. "Es macht mich betroffen zu lesen von den vielen Badetoten", die meisten von ihnen seien junge Männer, die "mitten aus dem Leben gerissen worden sind". Die heißen Temperaturen hätten auch dazu geführt, dass "gerade ältere Menschen" gestorben seien.

Wüst lobt NRW als Vorreiter

Klimaschutz sei Menschenschutz, sagte Wüst und erinnerte daran, dass schon bald der fünfte Jahrestag der Flutkatastrophe vom 14. Juli 2021 sei. Klimaschutz und Klimaanpassung müssten auf der Agenda bleiben. "Es ist ja allseits anerkannt, dass wir bei diesem Thema bundesweit auch Vorreiter sind." NRW sei 2021 das erste Bundesland mit einem Klimaanpassungsgesetz gewesen. "Wir investieren zudem ganz gezielt in klimaresiliente Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen, kommunale Versorgungsstrukturen." Auf Nachfrage räumte Wüst später ein, dass die Investitionen gesteigert werden müssen.

Aus der Flutkatastrophe 2021 habe die Landesregierung "gelernt, weitere Lehren gezogen", Wüst nannte konkret "das Thema Organisation des Katastrophenschutzes". Wüst kündigte Konsequenzen aus der jüngsten Extremhitze an, nannte aber auch auf Nachfrage keine konkreten Beispiele. "Ich schließe gar keine Mechanik, keine Methodik aus."

Wüst äußert sich erstmals zur Hitzewelle in NRW

WDR Studios NRW 03.07.2026 00:36 Min. Verfügbar bis 02.07.2028 WDR Online

Wüst begrüßt das Reformpaket der Bundesregierung

Das am Donnerstag von der Bundesregierung aus CDU/CSU und SPD vorgestellte Reformpaket begrüßte der Ministerpräsident: "Ich bin überzeugt, dass wir unser Land voranbringen und es zeigt vor allen Dingen, dass die politische Mitte handlungsfähig ist." Er lobte die Entlastung bei Steuern für kleine und mittlere Einkommen und die "Impulse für den Arbeitsmarkt".

Für den auf Bundesebene geplanten Bürokratieabbau sieht er NRW als Blaupause: "Da soll es bei den Berichtspflichten für die Wirtschaft eine ähnliche Beweislastumkehr geben, wie wir sie hier in Nordrhein-Westfalen beschlossen haben." Wenn der Gesetzgeber weiterhin Berichte von Behörden beispielsweise einfordert, muss er dies begründen. Als Beispiel für einen Bericht, den er für unverzichtbar hält, nannte Wüst den Armutsbericht.

Krankschreibungsdebatte - kleines Wort als Lösung?

Wüst ging auch auf die Debatte um die von der Bundesregierung geplanten Pflicht zur Krankschreibung ab dem ersten Krankheitstag ein. Es sei richtig, genauer hinzuschauen, der Debatte "liegt ja der Befund zugrunde, dass wir da seit der Pandemie eine Entwicklung gesehen haben, die einfach große Schwierigkeiten auslöst in der Dimension". Man müsse bei der Umsetzung darauf achten, "ob es wirklich am Ende bedeutet, dass man am ersten Tag eine Krankschreibung braucht auch für den ersten Tag eine Krankschreibung braucht. Das ist halt jetzt nicht nur ein sprachlicher Unterschied", so 'Wüst und schlug vor, "dass man auch am zweiten oder dritten Tag der Erkrankung beim Arzt vorstellig wird" und sich rückwirkend krankschreiben lässt.

Unsere Quellen:

  • Pressekonferenz mit Ministerpräsident Wüst in Düsseldorf
  • Eigene Berichterstattung
  • Eigene Recherche

Sendung: WDR.de, Wüst äußert sich erstmals zur Hitzewelle in NRW, 03.07.2026, 13 Uhr

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